Schneeflocken statt laues Frühlingswetter

380 Sportler haben gestern am Lößnitzer Salzlauf teilgenommen . Darunter war auch eine Niederdorferin, die ehrgeizige Ziele hat.

Niederdorf/Lößnitz.

Die Witterungsbedingungen hatten sich die Veranstalter des 5. Lößnitzer Salzlaufs bestimmt anders vorgestellt. Statt bei Sonnenschein und milden Temperaturen den Frühling zu genießen hatten die Teilnehmer mit Kälte und sogar Schneeflocken zu kämpfen. Doch immerhin 380 Läufer gingen auf die verschiedenen Distanzen quer durch Lößnitz. Immer entlang der historischen Salzstraße, über Asphalt und befestigte Waldwege gleichermaßen.

Auch aus dem Altkreis Stollberg waren Teilnehmer am Start. Mandy Herold zum Beispiel. Die Niederdorferin hatte sich im Vorfeld für die Halbmarathon-Stecke entschieden und absolvierte die 21,1 Kilometer lange Strecke in 1:34:33 Stunden. Damit hatte sie bei den Frauen die Nase vorn - was aber kein allzu großes Kunststück war. Denn mit Kathrin Kohlmüller vom VfB Lengenfeld wagte sich lediglich eine weitere Frau auf den langen Kanten. Doch mit einer Zeit von 2:01:35 Stunden war sie weit abgeschlagen, sie konnte Mandy Herold nicht folgen, die sich ganz spontan zur Teilnahme entschlossen hatte. "Am Frühstückstisch", wie sie betonte. "Eigentlich war das gar nicht geplant." Auf der Strecke fühlte sich die 44-Jährige dann pudelwohl, das winterliche Wetter störte sie nicht.

Sportlich hat Herold, die beruflich als Objektverwalterin im Immobilienbereich tätig ist, noch einiges vor. So will sie Anfang Juli unter anderem beim Gletscher-Trail im Ötztal in Österreich starten. Im August steht dann der Transalpine-Run auf dem Programm. Dieser Wettkampf, bei dem es um eine Überquerung der Alpen geht, zählt zu den härtesten und zugleich spektakulärsten Läufen der Welt. Mandy Herold will sich dieser Herausforderung zusammen mit einer Freundin stellen. "Dieses Rennen geht über acht Tage und hat acht Etappen. 279 Kilometer, auf denen 16.000 Höhenmeter zu überwinden sind ", erzählt Herold. Zwar laufe man im Team, doch auf jeder Etappe müssten Zeitlimits eingehalten werden. "Sonst ist man raus." Um sich auf Herausforderungen wie diese gründlich vorzubereiten, sei es wichtig, auch kleiner Läufe wie den Salzlauf unter Wettkampfbedingungen zu bestreiten. "Sonst", so Herold, "verfällt man in seinen eigenen Trott."

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