Schöner Abschluss bringt vier Punkte

Die anstehende Pause kommt den Volleyballerinnen der SG Mauersberg ungelegen. In zwei Heimspielen zeigten sie am Sonntag, wie gut sie gerade in Form sind.

Mauersberg.

Alles ist angerichtet gewesen für einen perfekten Heimspieltag. Damit die Volleyballerinnen der SG Mauersberg zeitgleich mit den Herren ans Netz gehen konnten, hatte die Sektion die Turnhalle der Evangelischen Schulgemeinschaft in Annaberg-Buchholz angemietet. Wegen der Corona-Beschränkungen auf Zuschauer und Imbissstand verzichten zu müssen, damit hatten sich die Teams bereits abgefunden. "Aber wir wollten den letzten Spieltag vor der Zwangspause trotzdem noch einmal richtig genießen", sagt Michael Ehrig, der bei den Damen als Coach und bei den Herren als Spielertrainer fungiert. Das Vorhaben ließ sich aber nur zur Hälfte in die Tat umsetzen.

Als "fragwürdig" bezeichnet Ehrig die Entscheidung des sächsischen Verbands, den letzten Spieltag vor dem Lockdown auf freiwilliger Basis stattfinden zu lassen. "Wir hätten liebend gern gespielt. Aber unsere Gegner haben das Angebot dankend angenommen", berichtet der SGM-Coach. In der Bezirksklasse konnten seine Männer gegen Hainichen und Ebersdorf/Chemnitz daher keine Punkte sammeln. Ganz umsonst waren die Mühen, ein ausgeklügeltes Hygienekonzept auf die Beine zu stellen, allerdings nicht. Immerhin durften die Damen in der Bezirksliga Ost ihre beiden Heimspiele austragen.

"Es war ein schöner Abschluss", sagt der Trainer über die Partien gegen den SVSiltronic Freiberg (3:1) und den ESV Nassau (2:3). Das 22:25 im allerersten Satz erwies sich nicht als schlechtes Omen. Stattdessen boten die Gastgeberinnen gut dreieinhalb Stunden lang guten Volleyball. Mit 25:22, 25:15 und 25:20 wendeten die SGM-Damen im Auftaktmatch noch das Blatt. Diesen Schwung nahmen sie mit in die zweite Begegnung, in der Nassau beim 25:12 zunächst keine Chance gelassen wurde. Allerdings folgte ein Auf und Ab, denn genauso deutlich gaben die Mauersbergerinnen den zweiten Durchgang ab (11:25), um dann wieder mit 25:16 in Führung zu gehen. Der vierte Tabellenpunkt war damit gesichert. Mehr wurden es nicht, da der vierte Spielabschnitt (25:12) und der Tiebreak(15:13)verlorengingen.

Dass nach fast vier Stunden die Kraft für den entscheidenden Schlussspurt fehlte, nahm Michael Ehrig seinen Spielerinnen nicht übel. Stattdessen war er zufrieden mit dem, was er gesehen hatte. Zum Beispiel mit dem Wechselspiel auf der Zuspielposition, auf der sowohl Mandy Korb als auch die erst 22-jährige Nicole Dietrich überzeugten. Generell passte das Zusammenspiel von Jung und Alt. An der Seite gut aufgelegter erfahrener Spielerinnen wie Nadine Weigel, Uta Wätzig und Anne Petrik legte beispielsweise Nicole Neubert (19) ein glänzendes Debüt als Libera hin. Und für die angeschlagene Monique Ehrig übernahm Antonia Melzer den Mittelblock, ohne dass eine Lücke entstand. "Als Leichtathletin des LV 90 Erzgebirge bringt sie natürlich viel Athletik mit", lobt Ehrig die 18-Jährige, die sich wie der Rest des Teams auf einen prall gefüllten Terminplan im November gefreut hatte. "Doch ausgerechnet jetzt, wo wir in Fahrt kommen wollten, werden wir ausgebremst", sagt Michael Ehrig.

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