Schwarzer Tag für Blau-Weiß

Viele Fußballvereine der Region haben gestern den Saisonstart mit dem Auftakt im Erzgebirgspokal vollzogen. Für einige war es ein kurzer Auftritt.

Deutschneudorf.

Mit einem deutlichen 0:4 hat der SV Blau-Weiß Deutschneudorf sein Spiel in der Ausscheidungsrunde des Erzgebirgspokals bei Elektronik Gornsdorf verloren. Zum Abschneiden seiner Fußballer im Duell der beiden Kreisligisten wollte SV-Coach Olaf Mehnert anfangs nicht viel sagen: "Das war eine ziemlich unterirdische Leistung." Seine Kicker kamen weder mit dem kleinen Kunstrasenplatz, noch mit dem Gegner zurecht und hätten zu keiner Zeit ins Spiel gefunden. "Nach dem 2:0 für Gornsdorf in der 72. Minute hat meine Mannschaft aufgegeben. Aber schon vorher lief nicht viel", so Mehnert. Deutschneudorf entwickelte nie Gefahr nach vorn und so war bereits im Mittelfeld Endstation für die Blau-Weißen. Für den Trainer war das Spiel ein deutliches Warnsignal an seine Mannschaft, für den bevorstehenden Auftakt der Liga: "Das war heute eine Schuss vor den Bug. Ich hoffe wir lernen daraus und präsentieren uns ganz schnell besser."

Seiner Favoritenrolle gerecht wurde der Erzgebirgsligist Pockau-Lengefeld in der Pokalpartie beim FV Amtsberg. "Als höherklassige Mannschaft sind wir natürlich zufrieden, wenn es so ausgeht wie erwartet", kommentiert der Vereinsvorsitzende Timo Uhlig den 2:1-Auftritt der Pockauer. Einen Klassenunterschied wollte der Trainer des SV Amtsberg, Dominik Heeger, aber während der 90 Minuten nicht bemerkt haben: "Wir waren über lange Strecken genauso am Drücker. Die Pockauer Führung fiel sehr unglücklich durch einen Abstimmungsfehler zwischen Abwehr und Torwart." Auch nach dem 2:0 durch ein Eckballtor hätten seine Spieler den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Amtsberg wurde in seiner Hoffnung bestärkt, als Felix Bernt in der 76. Minute den Anschlusstreffer besorgte. "Wir haben weiter auf das 2:2 gedrängt. Pockau gewinnt, aber ich denke, wir haben als Aufsteiger aus der Kreisklasse einen guten Job gemacht", sagt Coach Heeger.

Ebenfalls ein 2:1 gab es in der Partie Concordia Schneeberg II gegen Motor Marienberg II - mit dem besseren Ende für Gastgeber Schneeberg. Alle Mühen, und der zwischenzeitliche Ausgleich durch Kevin Jerome-Reichel in der 36. Minute, nützten nichts, denn die Schneeberger sicherten sich durch Tore von Patrick Friedemann (15.) und Lennart Junghans (63.) das Weiterkommen in die erste Hauptrunde.

Zu dieser gehörte bereits die Partie, welche der VfB Zöblitz zuhause gegen SC Teutonia Bockau bestritt. Zöblitz konnte seinen Heimvorteil zu einem 3:1-Erfolg verwerten, was Trainer Tino Friedel sehr freute: "Ich habe gedacht, dass Bockau uns heute mehr Probleme macht. Aber außer hohen Bällen auf ihre Flügelpositionen ist dem Gegner nichts weiter eingefallen." So hatte Zöblitz bereits in der ersten Hälfte den Gast recht gut im Griff. Friedel stellte das 3:0 (82.) als besonders schön herausgespieltes Tor heraus: "Bei einem Konter auf der rechten Seite ist unser Sascha Brückner in der Mitte gut mitgelaufen und hat dann das Ding unter die Latte geknallt." Mit diesem Erfolg fiebern sie nun in Zöblitz auch dem Start der Kreisliga entgegen, die aber lange kein Selbstläufer werde.

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