Siebenmeter-Krimi: Aue behält gegen Eisenach die Nerven

Handball-Zweitligist EHV absolviert ein straffes Vorbereitungsprogramm. Beim Sparkassencup hat das Team im Feld von hochkarätigen Gegnern jetzt Platz 6 belegt. Schon in gut zwei Wochen geht es wieder um Punkte.

Aue.

Den trainingsfreien Montag haben sich die Zweitliga-Handballer des EHV Aue redlich verdient. Denn ihnen steckt ein anspruchsvolles Programm in den Knochen. Zu den Vorbereitungsspielen Anfang der Woche - gegen Dessau-Roßlau und die japanische Junioren-Nationalmannschaft - hat sich von Freitag bis Sonntag noch der 22. Sparkassen-Handballcup gesellt.

Im Feld von acht Mannschaften, die in Eisenach und Gensungen zwei Vorrunden austrugen, belegte das Auer Team um Trainer Stephan Swat Rang 6. "Im Großen und Ganzen waren es drei gute Turniertage", sagte er. Gegen Erstligist Erlangen kassierten die Erzgebirger gleich zum Auftakt eine bittere 23:40-Niederlage (8:16). "Wir haben stellenweise richtig gut gespielt, sind aber an unserer Chancenverwertung gescheitert. Im Endeffekt unterliefen uns einfach zu viele Fehler", räumt Swat ein: "Erlangen ist auch nicht unsere Kragenweite."

Am Sonnabend traf Aue auf Aufsteiger und Liga-Konkurrent Eisenach. Die Entscheidung im packenden Duell fiel vom Siebenmeterpunkt - mit 26:25 (13:8/21:21) zugunsten der Erzgebirger. Dabei lief die erste Halbzeit, wie sich Swat das vorstellt. "Wir spielten sehr diszipliniert und mit stabiler Abwehr." Umso mehr ärgerte ihn die Phase direkt nach der Pause: "Da gaben wir die Führung zu leichtfertig her. Eisenach kam ran. Aber nur durch unsere eigenen Fehler." Kämpferisch indes habe sein Team alles gegeben. "Und beim Siebenmeter-Werfen bewiesen wir Nervenstärke." So machte Aue alle fünf Versuche vom Punkt zu Treffern. Zudem hielt Torhüter Radek Musil einen Eisenacher Siebenmeter.

Nach diesem Sieg ging es am Sonntag gegen den VfL Gummersbach um Platz 5. Gegen das Team, das nach 53 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit nun in der 2. Bundesliga mitmischen wird, unterlag der EHV mit 24:33 (14:14). "Die ersten 40 Minuten - bis zum 18:18 - haben wir sehr gut gespielt, gingen dank einer starken 5:1-Abwehr sogar 6:2 in Führung", so Swat. Nach der Auszeit von Gummersbach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Durch ein Spiel mit hohem Tempo schloss Gummersbach auf. "Da haben wir auch zu einfache Bälle kassiert." Und schließlich kam die breite Bank des VfL zum Tragen. Am Ende seien die Batterien einfach leer gewesen. "Wenngleich die Niederlage ein wenig zu hoch ausgefallen ist", sagt Swat. Nun gelte es, die Akkus aufzuladen und die Erkenntnisse aus den Tests ins Training einfließen zu lassen. "Wir werden weiter gezielt an den Feinheiten arbeiten."

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 2 Bewertungen
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...