Sosaer legen eine beeindruckende Hinrunde hin

Auf den Fußballplätzen im Erzgebirge herrscht Winterpause. Für "Freie Presse" Gelegenheit zu einem Zwischenfazit - heute zur Kreisliga West.

Aue/Schwarzenberg.

Seit Jahren mischt der FSV Sosa in der Fußball-Kreisliga West relativ weit oben mit. Nun sollen endlich der Titel und der Aufstieg in die Erzgebirgsliga her. Daran lässt das Team aus dem Köhlerdorf seit Beginn dieser Saison keinen Zweifel - und zwar in ziemlich eindrucksvoller Manier.

Die Elf von Trainer Christian Unger pflügte verlustpunktfrei durch die komplette Hinrunde. 13 Spiele, 13 Siege. Dabei erzielte das Team um Toptorjäger Philipp Unger 60 Treffer und kassierte gerade einmal 15. Beides sind natürlich die Bestwerte in der Staffel. Angesichts von bereits 15 Zählern Vorsprung auf den zweitplatzierten SC Teutonia Bockau können sich die Sosaer nur noch selbst vom Thron stürzen. Zugleich erwies sich der FSV bisher als fairste Mannschaft im 14er-Feld.

Dennoch wird es auch im oberen Drittel der Kreisliga West weiter spannend zugehen. Steigen doch in diesem Jahr möglicherweise zwei Teams auf. Um den 2. Platz könnte es durchaus eine muntere Rangelei geben, denn den Bockauern sitzen der FC Concordia Schneeberg, der FSV Zwönitz und der VfB Grünhain- Beierfeld dicht im Nacken. Apropos dicht: Bockau war am dichtesten dran, den Überfliegern aus Sosa zumindest einmal ein Bein zu stellen. Vor fast 400 Zuschauern ging der SC Teutonia im Spitzenspiel Anfang November auswärts früh mit 2:0 in Führung und hielt lange ein 2:1. Dann traf Sosa zum Ausgleich (73.) und kurz vor Schluss sogar noch zum 3:2 (87.).

In den Tabellenkeller war zwischenzeitlich überraschend der SV Affalter abgedriftet. Anfang November fertigte der ursprünglich eher als Aufstiegskandidat gehandelte SVA im Kellerduell den Eibenstocker BC mit 6:0 ab, verließ die Abstiegszone und scheint zumindest auf dem Weg aus der Krise. Aufsteiger SV Eisen Erla-Crandorf wehrt sich tapfer gegen den drohenden Rückfall in die 1. Kreisklasse, hat aber noch harte Monate vor sich, soll es tatsächlich mit dem Klassenerhalt klappen. Das gilt auch für den noch einen Punkt schlechter dastehenden Lauterer SV Viktoria auf dem vorletzten Platz und den SV Mittweidatal Raschau-Markersbach als Elften. Keine Hoffnung gibt es dagegen wohl mehr für die Eibenstocker. Ganze drei Zähler aus 13 Partien und der große Abstand bis zum rettenden Ufer lassen für den Rest der Meisterschaft nur noch Schadensbegrenzung zu.

Unter den Torjägern der Kreisliga West ist Philipp Unger das Maß aller Dinge. Der Sosaer hat bereits 21 Treffer erzielt. Dahinter kommt eine ganze Weile nichts - bis zu Andreas Bochmann vom SC Teutonia Bockau, der das runde Leder bislang zwölfmal im gegnerischen Kasten unterbrachte. Dahinter folgen dann Nicky Häcker (11) vom FSV Sosa, Tom Hirsch (10) vom TSV Elektronik Gornsdorf und Janko Hupke (9) vom SV Mittweidatal Raschau-Markersbach.

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