Spitzenreiter geht zum Ende der Hinrunde die Puste aus

Auf den Fußballplätzen im Erzgebirge herrscht Winterpause. Für "Freie Presse" Gelegenheit zu einem Zwischenfazit - heute zur Kreisliga West.

Aue/Schwarzenberg.

Was der Neustädtler SV in der vorigen Saison als Aufsteiger in die Fußball-Kreisliga West angedeutet hat, bestätigt er in dieser Meisterschaft. Im Gegensatz zu 2016, als die Schwarz-Gelben zum Abschluss der Hinrunde einen Punkt hinter dem FSV Sosa auf Platz 2 standen, überwintern sie diesmal mit vier Zählern Vorsprung als Spitzenreiter.

Allerdings ging dem NSV nach zunächst fast lupenreinem Meisterschaftsverlauf mit neun Siegen und einem Unentschieden zum Ende der ersten Halbserie etwas die Puste aus. Verloren die Schützlinge von Sven Krickemeier ihre letzten drei Partien vor der Winterpause doch ziemlich überraschend gegen Zschorlau, Zwönitz und Raschau-Markersbach. Da indes Affalter II, Lößnitz II und Schneeberg II als vor der Schwächephase ärgste Konkurrenten des NSV ebenfalls immer wieder Federn ließen, schmolz der große Vorsprung der Neustädtler nicht völlig zusammen. Als Mannschaft der Stunde entpuppten sich die Bockauer, die im November mit drei Siegen noch vom 5. auf den 2. Rang nach vorn sprangen. Damit präsentiert sich der Aufsteiger richtig stark. Das gilt natürlich auch für die zweite Vertretung des FC Concordia Schneeberg, die es ja eben-falls erst vor dieser Saison aus der 1. Kreisklasse nach oben geschafft hatte. Letztlich müssen die anderen Teams dem NSV ja fast dankbar sein, dass es dessen Niederlagen zum Hinrundenausklang gab. Andernfalls wäre es in Sachen Titel und Aufstieg eine ziemlich langweilige Angelegenheit geworden. So könnte es an der Spitze durchaus noch einmal spannend werden.

Eine wichtige Rolle im Kampf um den Klassenerhalt kommt dem einzigen aus der Hinrunde verbliebenen Nachholspiel zu. Zu diesem empfängt Anfang März der ESV Zschorlau den VfB Grünhain-Beierfeld. Es treffen also jene beiden Mannschaften aufeinander, die momentan direkt vor den Abstiegsplätzen stehen. Der Gewinner des Duells verschafft sich eine Menge Luft auf den SV Saxonia Bernsbach, der den vorletzten Platz belegt. Schlusslicht SV Tanne Thalheim sollte man zwar noch nicht gänzlich abschreiben, aber die bisherige Bilanz von nur drei Zählern macht wenig Mut.

Erfolgreichster Torjäger in der Kreisliga West ist bislang Florian Dickhardt. Der Mann vom SV Affalter hat bereits 17 Treffer erzielt. Routinier Janko Hupke vom SV Mittweidatal Raschau-Markersbach steht ihm mit 16 "Buden" allerdings kaum nach. Dann klafft schon eine kleine Lücke zu Andreas Bochmann vom SC Teutonia Bockau und Philipp Unger vom FSV Sosa, die jeweils elfmal erfolgreich waren. Dahinter folgen Neustädtels Nik Born, Affalters Markus Kranz und Eibenstocks Danny Röder mit je zehn Toren.

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