Stadtmeisterschaft mit neuem Rekord

140 Vor- und Grundschüler haben im Zwönitzer Sportkomplex ihre Kräfte gemessen - mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Der Organisator ist zufrieden, sieht aber noch Raum für Verbesserungen.

Zwönitz.

Es war ganz schön was los im Zwönitzer Sportkomplex - und das lag ausnahmsweise mal nicht an den Handball-Teams, die dort normalerweise ihre Heimspiele austragen. Stattdessen war die Anlage fest in Kinderhand. Zum sechsten Mal hatte der Zwönitzer HSV am Sonntag Vor- und Grundschüler aus der Region zur sogenannten Stadtmeisterschaft eingeladen, von denen 140 aus sieben Kitas und elf Grundschulen dem Aufruf folgten. "Im Vorfeld gab es zwar 163 Zusagen. Aber auch so haben ungefähr doppelt so viele Kinder mitgemacht wie noch 2017", sagte Taekwondo-Trainer Enrico Raupach erfreut. In den vergangenen Jahren habe seine Abteilung das Ereignis allein organisiert, diesmal sei erstmals der Gesamtverein verantwortlich gewesen.

Kern der Veranstaltung war ein Vielseitigkeitswettbewerb. Ein Parcours verteilt auf beide Hallen, auf dem die Kinder ihre sportlichen Grundfertigkeiten unter Beweis stellen mussten. Zu den 13 Stationen zählten untern anderem Sprint, Standhoch- und Weitsprung sowie Seilspringen, aber auch ausgefallenere Disziplinen wie ein Hocker-Nummern-Lauf. Dabei mussten die Teilnehmer mit Zahlen versehene Zettel ziehen und entsprechend den Ergebnissen die richtigen von mehreren aufgestellten Hockern ansteuern. "Dabei ging es eben nicht nur allein um Tempo, sondern auch um den Orientierungssinn", so Raupach. Am Nachmittag zeigten dann die Taekwondo-Kämpfer des Vereins, die mindestens den gelben Gürtel besitzen, ihr Können in den Disziplinen Formenlauf und Olympischer Zweikampf.

Enrico Raupach zufolge wird mit der mittlerweile traditionellen Stadtmeisterschaft ein doppelter Zweck verfolgt. "Für uns als Taekwondo-Abteilung ist das eine gute Gelegenheit zu sehen, wo unsere Sportler stehen, wo sie ihre Stärken und Defizite haben". Bei dem Vielseitigkeitswettbewerb sei indes auch die Talentsichtung ein wichtiges Thema. "Da haben wir schon interessante Ansätze gesehen, die wir aber jetzt noch auswerten müssen", so Raupach, der trotzdem schon jetzt ein positives Fazit zieht. "Wir sind sehr zufrieden, sowohl auf sportlicher als auch auf organisatorischer Ebene." Verlassen konnte er sich auch auf die Handballer des HSV, die vor Ort als Helfer ebenso mit anpackten wie zehn angehende Abiturienten des Gymnasiums Zwönitz - auch dies habe bereits Tradition.

Raum für Verbesserungen gibt es dennoch. So soll im kommenden Jahr die Handballabteilung des HSV nicht nur in die Organisation einbezogen, sondern auch sportlich eingebunden werden. Zudem wolle man auf vor Ort geäußerte Kritik reagieren. "Es gab einigen Unmut, dass wir die kleine Halle, in der unter anderem die Sprungwettbewerbe stattgefunden haben, wegen des großen Andrangs für Zuschauer sperren mussten", so Raupach. Weil damit auch bei der nächsten Stadtmeisterschaft zu rechnen sei, gebe es die Idee, dort einen Beamer aufzustellen. So sei es möglich, die Wettbewerbe in die große Halle zu übertragen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...