Stollberg für Rückrunde gut gewappnet

Die Fußballer des FC haben am Wochenende vor dem Start in die zweite Halbserie der Landesklasse zwei Testspielsiege eingefahren. Noch viel zu tun gibt es dagegen eine Etage tiefer in Oelsnitz.

Stollberg.

Wenn die Generalprobe glückt, dann geht die Premiere schief. Einen solchen Zusammenhang stellt nur der Aberglaube her- und abergläubig ist in den Reihen des FC Stollberg keiner. Gut vorbereitet dagegen schon. Auf die Rückrunde nämlich, die für die Landesklasse-Fußballer des FCS am kommenden Sonntag mit einem schweren Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten in Glauchau beginnt.

"Das wird eine andere Hausnummer als die Testspiele", glaubt Trainer Bernd Eichenmüller, der am Wochenende zufrieden vom Spielfeldrand dreinblicken konnte. Mit 3:1 gewannen seine Schützlinge am Sonntag gegen den Tabellensechsten der Landesklasse Mitte, den SV Lichtenberg. Zwei Tage vorher hatten die Stollberger bereits Erzgebirgsligist Oelsnitzer FC mit 2:0 besiegt. "Lichtenberg hatten wir schon ein bisschen stärker erwartet", redete FCS-Trainer Bernd Eichenmüller nicht lange um den heißen Brei. Mit neuer Taktik ließen die Gastgeber im ersten Durchgang nur zwei Chancen der Mittelsachsen zu. Marcus Seim, der schon gegen Oelsnitz getroffen hatte, spitzelte nach 21 Minuten einen durchgesteckten Pass am Torwart vorbei ins Netz. Das zwischenzeitliche 1:1 durch Danny Kluge konterten die Stollberger kurz vor der Pause. Maximilian Schubert verwandelte einen Strafstoß. Lukas Schreiter erzielte kurz vor dem Abpfiff mit einem Schuss aus dem Hinterhalt, der noch gegen den Innenpfosten klatschte, den Endstand. Für die Gäste, die in der Woche zuvor mit Marienberg noch den Landesklasse-Spitzenreiter der Staffel West besiegt hatten, war der Auftritt in Stollberg "ein Schritt zurück", wie Trainer Manuel Kluge sagte. "Wir haben es dem Gegner viel zu einfach gemacht." Die Stollberg können unterdessen positiv nach vorn schauen. "Das war gut, auch wenn wir uns in manchen Situationen noch nicht so clever gezeigt haben, wie ich mir das vorstelle", so Eichenmüller.

Die Kicker des Oelsnitzer FC haderten derweil nicht so sehr mit der Heimniederlage gegen den FC Stollberg, sondern vielmehr mit dem 1:3 in Neukirchen, das am Sonntag folgte. "Gegen Stollberg hatten wir viele Ausfälle. Und die, die ran durften, haben sich gegen den klassenhöheren Gegner richtig gut aus der Affäre gezogen", sagt Trainer Jan Heuschkel. Gegen den Dritten der Kreisoberliga Chemnitz habe das aber ganz anders ausgesehen. "Mit einer besseren Besetzung haben wir da sehr viel vermissen lassen. Das geht so nicht - und das müssen wir auch offen ansprechen", so Heuschkel. Einziger Lichtblick in seinen Reihen sei Toni Waleszczyk gewesen. Der 18-Jährige machte in seinem ersten Spiel für die Oelsnitzer nach seiner Einwechslung viel Dampf auf dem Flügel und bereitete mit einer scharfen Hereingabe den Ehrentreffer der Gastgeber durch Florian Wunder vor (79.). "Das war ein wirklich starkes Debüt. Ich bin sehr zufrieden mit ihm", fand sein Coach lobende Worte. Nächste Testgegner der Oelsnitzer am kommenden Samstag ist Westsachsenligist Mülsen St. Niclas.

Beim SV Tanne Thalheim läuft der Ball indes schon wieder ganz flott. Eine Woche nach dem 5:4-Testspielsieg bezwangen die Grün-Schwarzen am vergangenen Samstag auch den BSV Irfersgrün. Beim 3:1-Erfolg gegen den Vogtlandligisten setzte Trainer René Wendler zunächst auf das Prinzip Vorsicht. "Nachdem wir zuletzt doch recht viele Gegentore kassiert haben, wollten wir erst einmal so lange wie möglich die Null halten", sagte der Coach. Das frühe 1:0 durch Andy Haase (6.) spielte ihm dabei in die Karten. Im zweiten Durchgang schickte Wendler gleich sechs neue Leute auf das Feld, die nach 71 Minuten zunächst den Ausgleich hinnehmen mussten. Tanne-Torjäger Manuel Grasse entschied die Partie dann aber mit einem Doppelpack in der 76. und 86. Minute für die Thalheimer. "Ein guter Test gegen einen guten Gegner", bilanzierte Wendler, der mit seinem Team am kommenden Samstag bei der USG Chemnitz antritt.

In weiteren Testspielen fertigte Kreisligist FSV Zwönitz den SV Muldental Wilkau-Haßlau (ebenfalls Kreisliga) mit 7:2 ab. Marcel Kutz traf für die Gelb-Blauen doppelt (26./74.). In einem anderen Vergleich zweier Kreisligisten besiegten der TSV Gornsdorf die Reserve von Grün-Weiß Klaffenbach mit 6:2. Bei den Elektronikern durfte sich André Felber (59./72.) zweifach in die Torschützenliste eintragen. Stollberg II zog gegen Adorf mit 1:3 den Kürzeren.


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