Stollberger kassieren bittere Heimpleite

Gegen Motor Marienberg unterliegt der FCS zuhause mit 1:2 (0:2) und rutscht weiter in den Keller der Fußball-Landesklasse. Die Leistung stimmt den Trainer aber optimistisch.

Stollberg.

Die schwarze Serie des FC Stollberg hält weiter an. Auch im Derby gegen den FSV Motor Marienberg haben die Landesklasse-Fußballer eine Pleite kassiert, unterlagen nach 90 umkämpften Minuten mit 1:2 (0:2). Damit wartet der Aufsteiger nun schon seit acht Partien auf einen Sieg.

Dabei zeigte sich Stollbergs Trainer Bernd Eichenmüller durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Elf. "Das war die beste Leistung seit Wochen", so Eichenmüller. "Aber wenn du hinten drin stehst, fehlt manchmal einfach auch das notwendige Quäntchen Glück." Er spielt damit vor allem auf die zweite Halbzeit an, als Schiedsrichter Dommer aus Annaberg gleich bei vier strittigen Szenen im Marienberger Strafraum auf einen Pfiff verzichtete. "Hut ab vor der Disziplin meiner Spieler. Es ist einfach frustrierend, wenn die Fehler nur auf einer Seite gemacht werden." Allerdings passten die Diskussionen zu einer Partie, die für die rund 50 Zuschauer ansonsten nur wenig Aufregendes bot. Beide Teams standen defensiv gut und ließen wenig zu, zugleich fehlten aber auch die Ideen im Angriffsspiel. Die etwas besseren Möglichkeiten besaßen im ersten Abschnitt die Marienberger, die beim Führungstreffer trotzdem auf Stollberger Unterstützung zurückgreifen mussten: Eine lange Flanke von Dirk Ruttloff schätzte FCS-Keeper Kenny Hoyer falsch ein, verließ sein Tor und musste mit ansehen, wie Kenny Schmidt per Kopf traf. Nur acht Minuten später folgte der zweite Streich Schmidts, als er eine Ruttloff-Flanke im Strafraum annahm und per Drehschuss vollendete.

Die Stollberger kamen aggressiver aus der Pause, suchten den schnellen Anschluss. Doch bis auf eine schöne Kombination nach einem Fehlpass im Marienberger Aufbauspiel, die Sven Schönherr nicht vollenden konnte, blieb die Partie zäh. Erst in der Schlussviertelstunde häuften sich die Stollberger Chancen, doch trotz einiger guter Möglichkeiten sollte nur der Anschlusstreffer durch Tim Iser fallen, der eine scharfe Schönherr-Flanke von der Grundlinie per Kopf verwertete.

Trainer Eichenmüller verbreitete jedoch Optimismus nach der Niederlage. "Ich bin bis auf das Ergebnis zufrieden. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten." Man müsse jetzt gemeinsam aus der Situation rauskommen, so Eichenmüller. "Vor allem die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wenn sich noch das nötige Spielglück einstellt, bin ich guter Dinge, dass wir in Mühltroff punkten werden." Das wäre auch nötig, denn der VfB ist dank des 1:0-Sieges beim Schlusslicht Klaffenbach auf zwei Punkte an den FCS herangerückt und würde die Stollberger mit einem Sieg im Direktduell am nächsten Wochenende auf einen Abstiegsplatz schießen.

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