Tannen klebt das Pech am Stiefel

Beim 2:4 in der Landesklasse gegen den TSV Ifa hatte alles schon nach einem Remis ausgesehen. Den Trainer trieb vor allem eine Sache zur Verzweiflung.

Thalheim.

René Wendler kennt die Leier schon. Gut gespielt - doch am Ende jubelt der Gegner. So war es auch am Samstag wieder. Mit 2:4 musste sich SV Tanne Thalheim zuhause dem TSV Ifa Chemnitz geschlagen geben. "Ein Spiel, das wir nie und immer verlieren dürfen", schimpfte der Trainer. Seine Männer spielten gegen den Tabellenneunten, der nach gutem Saisonstart zuletzt ins Mittelfeld zurückgefallen war, zunächst gut nach vorn, gerieten nach fünf Minuten aber völlig unnötig in Rückstand. Ein Abwehrspieler wollte zum Torwart zurückspielen, traf aber den Ball nicht richtig. Adrian Voigt sagte danke und schob ein. Der Tabellen-14. aus dem Zwönitztal zeigte sich jedoch nicht geschockt. Manuel Grasse, mit acht Saisontoren bester Torjäger seiner Mannschaft, schloss einen Konter zum Ausgleich ab. Danach sorgten die Gastgeber für noch mehr graue Haare auf dem Kopfe ihres Trainers. "Wir spielen uns Chancen über Chancen heraus, die wir einfach nicht verwerten. Zur Pause hätte es 5:1 stehen müssen", so Wendler. Tat es aber nicht. Stattdessen ging es mit einem Remis in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien es dann so, als könnten die Thalheimer tatsächlich den dritten Dreier in dieser Saison einfahren. Andy Haase kam nach einer Hereingabe mit der Hacke an den Ball, und das Spielgerät fand irgendwie den Wege in die Maschen. Ifa-Keeper Christian Nussbaum sah dabei nicht besonders gut aus.

Doch die Grün-Schwarzen ließen sich noch die Butter vom Brot nehmen. In der 71. Minute schlief die Verteidigung bei einem Einwurf, was Felix Klein-Heinzmann sofort ausnutzte. Derselbe Spieler sorgte dann für den bittersten Moment aus Sicht des SV Tanne. Als alle, wie es schien, sich schon mit dem Unentschieden abgefunden hatten, umkurvte Klein-Heinzmann einen Gegenspieler und zog aus rund 20 Metern ab. Der Ball schlug im Dreiangel ein. Damit war unsere Moral gebrochen", sagte Wendler. Das vierte Tor, das Fred Möckel per Lupfer erzielte, war nur noch für die Statistik. "Für den Aufwand, den wir betreiben, kommt einfach zu wenig bei rum", so der Thalheimer Trainer. Die Erzgebirger sind nun drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Zum Hinrunden-Abschluss geht es am Sonntag zum Vorletzten Gelenau.

Statistik Thalheim: Mehlhorn, Haase, Koch, Groschopp (66. Vogel), Nitzsche, Teichert, Kretzschmar, Barthold, Schaarschmidt, Grasse, Wetzel; Tore: 0:1 Voigt (5.), 1:1 Grasse (11.), 2:1 Haase (52.), 2:2/2:3 Klein-Heinzmann (71/90.+1.), 2:4 Möckel (90.+4.); SR: Kosmale (Zwickau); Z: 75

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