Tannen sind wieder dick im Geschäft

Nach Reichenbach haben die Thalheimer Landesklasse-Kicker auch gegen Treuen einen Dreier eingefahren. Damit erscheint der Klassenerhalt plötzlich doch wieder realistisch.

Thalheim.

Dass die Landesklasse-Fußballer des SV Tanne Thalheim trotz gutem Spiel als Verlierer vom Platz gehen, kam in dieser Saison öfter vor. Am Samstag war das Gegenteil der Fall. Das 2:1 der Zwönitztaler gegen den FSV Treuen war, um ein Bild aus der Küchensprache zu verwenden, kein teures Steak - erst recht kein vergoldetes - sondern bestenfalls Eintopf. "Wir haben keinen guten Tag erwischt. Das Beste war der Sieg. Aber der hat für uns in unserer Situation natürlich eine überragende Bedeutung", sagte Tanne-Trainer René Wendler. Bis auf drei Punkte sind die Thalheimer in der Tabelle nun an den Vogtländern dran - auch wenn dank der überraschenden Siege von Annaberg bei Lok Zwickau (5.) und von Oelsnitz daheim gegen Marienberg (3.) weiterhin der drittletzte Tabellenplatz (14.) zu Buche steht.

Bei den Gastgebern, bei denen Oliver Post nach offenbar auskuriertem Infekt doch im Tor stand, durfte diesmal Flügelflitzer Rami Msalam nicht von Beginn an wirbeln - er kam erst kurz vor Schluss ins Spiel. Den Thalheimern spielte ihre frühe Führung dabei eigentlich in die Karten: Noch nicht einmal zehn Minuten waren vorbei, als Routinier David Koch einen 20-Meter-Freistoß aus halbrechter Position gekonnt ins Tor zwirbelte. Doch Sicherheit verlieh diese Aktion nicht. Die Treuener, die sich als zäher Kontrahent erwiesen, kamen danach besser ins Spiel. Die Folge war der Ausgleich: Nach einem langen Ball schoss der aus seinem Gehäuse gestürmte Thalheimer Keeper unglücklich einen gegnerischen Spieler an, von dem aus der Ball ins Tor prallte. Bis zum Pausenpfiff erspielten sich dann beiden Mannschaften noch einige sehr gute Gelegenheiten, ohne diese allerdings zu verwerten.

Im zweiten Durchgang durften die Gastgeber jedoch recht schnell erneut jubeln. Einen bereits abgewehrten Eckball erkämpfte sich Manuel Arnold zurück. Seine Eingabe drückte Marcus Rechner zum 2:1 über die Linie. Mit diesem Treffer war der Widerstand gebrochen. "Hintenraus hatte wir dann noch einige sehr gute Gelegenheiten, um das Resultat in die Höhe zu schrauben, konnten sie aber nicht nutzen", so Wendler.

Als Bonus für die Thalheimer im Abstiegskampf dürfte der Umstand gelten, dass sie in den verbleibenden vier Partien dreimal auf heimischem Geläuf antreten dürfen. Diese Woche kommt der Neunte aus Meerane, der gestern bei Tabellennachbar Reichenbach (8.) mit 1:3 unterlag. Ein Sieg ist Pflicht, denn danach gastiert mit Ligaprimus Handwerk Rabenstein das letzte richtig große Kaliber im Zwönitztal. Wobei Rabenstein am Samstag dank eines 3:2-Siegs bei Verfolger Fortuna Chemnitz dem Meistertitel ein großes Stück nähergekommen ist. An den letzten beiden Spieltagen warten mit Ifa Chemnitz (10./auswärts) und dem als Absteiger feststehenden BSV Gelenau (15.) noch einmal schlagbare Gegner auf die Tannen. "Auch gegen Handwerk können wir etwas holen, daran glaube ich fest", so Wendler, für den nun erst einmal das Meerane-Spiel Priorität hat. In der Hinrunde trennten sich beide Mannschaften 1:1.

Statistik Thalheim: Post; Hesse, Kirsten (84. Msalam), Koch (69. Schaarschmidt), Rechner, Nitzsche, Teichert, Kretzschmar, Barthold, Arnold (84. Schubert), Grasse; Tore: 1:0 Koch (8.), 1:1 Degenkolb (18.), 2:1 Rechner (52.); SR: Schultheiß (Chemnitz); Z: 144

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