Teamgeist mit Bronze belohnt

Ihre Erfolgsserie haben die Venusberger Radsportler nun auf nationaler Ebene fortgesetzt. Dabei glänzten zwei RSV-Fahrer, die mit einem Leipziger Duo einen starken Vierer bildeten.

Venusberg.

Gerade mal zwei Tage hat die Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft im Vierer-Mannschaftsfahren gedauert. "Dabei ist es das Härteste, was es im Radsport gibt. Man darf keinen Tritt auslassen, jeder muss immer am Anschlag fahren", sagt Trainer Klaus Fischer vom RSV 54 Venusberg. Zusammen mit seinem Kollegen vom AC Leipzig hatte er kurzfristig ein Team auf die Beine gestellt, das zwar über viel Potenzial verfügt, allerdings zuvor noch nie in dieser Besetzung auf die Straße gegangen war.

Als Ziel für die nationalen Titelkämpfe in Genthin (Sachsen-Anhalt) war im Vorfeld eine Top-6-Platzierung ausgegeben worden. Dass es letztlich sogar zu einer Medaille reichte, lag an der tollen Vorbereitung. Diese war zwar kurz, aber dafür intensiv. Neben den eigenen Schützlingen aus dem Marcus-Burghardt-Junior-Team, Toni Albrecht und Colin Rudolph, hatte Klaus Fischer auch die beiden Leipziger Bruno Kessler und Rupert Kratzsch in die Jugendherberge an den Greifensteinen beordert. "Erst einmal sind wir in der Theorie alles durchgegangen, was beim Mannschaftsfahren zu beachten ist", so der Trainer. Tipps dieser Art waren wichtig, wie sich herausstellen sollte. Denn gerade der Wechsel bei der Führungsarbeit hat es in sich, wie Fischer betont. Es komme darauf an, immer im Windschatten der anderen zu bleiben. Ein Problem war jedoch zunächst, dass derjenige, der an die Spitze rückte, häufig zu schnell fuhr. "Das schadet den anderen, aber wir haben die Sache in den Griff bekommen", so Fischer. Im Laufe der 80 Kilometer des ersten Trainingstages sowie der 70 Kilometer am zweiten Tag nahm die Gleichmäßigkeit zu.

Vor allem aber wuchs der Teamgeist unter den vier jungen Sportlern, die dann in Genthin bei idealen äußeren Bedingungen zu Höchstform aufliefen. Neben den grün-weißen Trikots des Sachsen-Vierers vereinten sie auch die orange-blauen Socken des RSV 54 Venusberg. So harmonisch wie ihre Kleidung war auch der Auftritt des Schüler-Quartetts, das auf den langen Geraden und den beiden Anstiegen stets eine kompakte Einheit mit hoher Trittfrequenz bildete. "Jeder hat seinen Beitrag geleistet", berichtet Fischer, der sich auch über die technisch saubere Wende zur Hälfte des 20 Kilometer langen Rennens freute - genau wie im Training geübt.

Mit einem Schnitt von über 40km/h ging es Richtung Ziel. Nachdem auch die verwinkelte Stadtrunde gemeistert war, reihte sich der Vierer mit 28:05 Minuten zunächst auf Rang 2 ein. Da danach nur noch das Team aus Brandenburg als neuer Meister schneller war, durfte am Ende unter 18 Teams Bronze bejubelt werden. Auch von Radsport-Legende Wolfgang-Lötzsch, der den Materialwagen der Sachsen gesteuert hatte, und von den Vereinskollegen. So waren auch Malin Zwintzscher und Gianna Schmieder dabei, die im Paarfahren der Schüler (10 km) Rang 16 belegten. Ebenso waren Oliver Spitzer und Magnus Findeisen vor Ort, die mit dem sächsischen Jugend-Vierer Bronze nur drei Zehntelsekunden verpassten. Bei den Junioren, die nicht um Titel kämpften, landeten Moritz Kretschy und Giovanni Schmieder mit den Vertretungen des Freistaats auf den Rängen 3 und 8. Vorn dabei waren einige Venusberger auch im Feld der Männer, wo Felix Groß (3.) sowie Martin Bauer und Markus Werner (7.) mit ihren Teams überzeugten. (mit kfis)

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