Teams tanken Mut für Ligastart

Alle drei Lokalvertreter haben in der ersten Runde des Fußball-Sachsenpokals Siege gefeiert. Ausgerechnet der große Favorit machte es dabei jedoch ziemlich spannend.

Gelenau.

Besser hätte die Pflichtspielsaison auf Landesebene für die regionalen Fußball-Teams kaum beginnen können. Alle drei lösten gestern Ticktes für die nächste Pokalrunde, wobei nur Olbernhau ins Zittern geriet. Gelenau und Marienberg sorgten früh für klare Verhältnisse.

TSV Ifa Chemnitz gegen FSV Motor Marienberg 0:3 (0:2). "Die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir vorher besprochen hatten", lobt Motor-Coach Ronny Rother seine Elf: "Durch unser frühes Pressing haben wir die Ifa gar nicht erst zu ihrem Spiel finden lassen." Optimal war zudem, dass der mit einem langen Diagonalpass von Julian Schröter bediente Julius Wagner gleich die erste Chance nutzte (6.). Keine halbe Stunde später war es dann der Vorlagengeber, der nach einem weiten Einwurf traf. "Als wir nach der Pause offensiv nicht mehr ganz so aktiv waren, standen wir trotzdem hinten sicher", sagt Rother, der sich an keine Chemnitzer Chance aus dem Spiel heraus erinnern kann. Dafür zählte er weitere zehn gute Gelegenheiten seiner Elf, von denen nur Kai Hamann eine verwertete. Trotzdem freute sich der Coach: "Dieses Spiel macht Mut für die Ligaspiele."

Tore: 0:1 Wagner (6.), 0:2 Schröter (33.), 0:3 Hamann (70.); SR: Thieme (Leipzig); Z: 70

FC Bad Lausick gegen SV Olbernhau 2:3 (1:2). Positiv fällt auch die Bilanz von Steve Dieske aus. Allerdings bezieht sich der SVO-Coach damit mehr auf das Ergebnis, als auf die Leistung: "Was für uns zählt, ist das Weiterkommen. Uns war klar gewesen, dass ein unbequemer Gegner mit einer robusten Spielweise auf uns wartet." Den Zweikämpfen ging der Landesliga-Aufsteiger auch mal mit lang geschlagenen Pässen aus dem Weg. So gelang es, das frühe Gegentor durch einen laut Dieske unnötigen Rückpass wettzumachen. Erst verwertete Stephan Schäfer eine Flanke von Martin Preißler, dann einen Steilpass von Steve Müller. Der dritte und krönende Auftritt des SVO-Stürmers folgte aber erst ganz am Ende in der Nachspielzeit, als er auf Pass von Danny Gottschalk den Keeper überlupfte und zum 3:2-Sieg einschob. Zuvor hatten sich die Gäste mit dem Auslassen guter Chancen und einer Gelb-Roten Karte selbst das Leben schwer gemacht. Es waren Schwächen, die mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch einen direkt verwandelten Freist0ß bestraft wurden.

Tore: 1:0 Prasser (16./ET), 1:1/1:2 Schäfer (31./45.), 2:2 Ziffert (77.), 2:3 Schäfer (90.); Gelb-rote Karte: Preißler (Olbernhau/76.); SR: Stary (Dobritz); Z: 120

BSV Gelenau gegen Roßweiner SV 4:0 (2:0). Nach einer mitunter holprigen Vorbereitung hat der BSV gestern ein anderes Gesicht gezeigt. Beim 4:0 gegen Roßwein hielt die Mannschaft ihren Kasten sauber und setzte damit eine Vorgabe von Thomas Kersten um. "Aber bitte nicht überbewerten, denn schön anzuschauen war das in der ersten Hälfte trotzdem nicht", so der Trainer. "Stellenweise sah es zu Beginn aus, als ob keine Mannschaft den Ball haben will", fügte er hinzu. Da allerdings Lars Kolditz den ersten Fehler der Gäste bestrafte, kam der Motor ins Laufen. Spätestens nach dem 3:0 durfte sich die West- gegen die Nord-Landesklasse-Elf des Weiterkommens sicher sein. "Aber ich hatte die Roßweiner wirklich stärker erwartet", sagte Kersten, der speziell vom letzten Treffer angetan war. "Da haben Lars Kolditz und Maximilian Desczyk in hohem Tempo Doppelpass gespielt und den wahrscheinlich zwölften Konter endlich im Tor untergebracht." (mit mas)

Tore: 1:0/2:0 L. Kolditz (8./35.), 0:3/0:4 Desczyk (63./78.); SR: Haubner (Meerane); Z: 75

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