Teutonia macht es etwas spannender

In den Männerklassen der Fußballer unterhalb der Erzgebirgsliga sind 21 Spieltage absolviert. Noch kann kein Team den Meistersekt kalt stellen.

Aue/Schwarzenberg.

Die Fußballer des FSV Eintracht Bad Schlema können einem ein bisschen leidtun. Da führt der Vorletzte der Kreisliga West beim Dritten in Neustädtel und kassiert in der Nachspielzeit per Foulstrafstoß das 2:2. Zuvor hatten die Kurbad-Kicker selbst einen Elfmeter an die Latte gesetzt und damit die Chance zum 3:1 versiebt. So erkämpfte Eintracht zwar letztlich überraschend einen Punkt beim NSV, aber da Zschorlau in Eibenstock gewann, wuchs der Abstand der Bad Schlemaer auf das rettende Ufer sogar von drei auf vier Zähler.

Der starke Aufsteiger aus Neu-städtel scheint sich nun aus dem Rennen um Platz 1 zu verabschieden. Auf Spitzenreiter FSV Sosa, der seine Pflichtaufgabe in Lauter - wenn auch mühsam - mit 2:1 löste, sind es nun bereits fünf Zähler. So wird nur der zweitplatzierte SV Auerhammer, der das abgeschlagene Schlusslicht aus Neuwürschnitz 7:0 abfertigte, weiter Druck auf die Köhlerdorfer machen. Der SV Mittweidatal Raschau-Markersbach hat sich unterdessen trotz der sechs Punkte Abzug in der Winterpause wegen Schiedsrichterunterbestands wieder in sichere Gefilde vorgearbeitet.

An der Spitze der 1. Kreisklasse West drohte die grüne Langeweile. Sieben Zähler betrug der Vorsprung des FC Concordia Schneeberg II auf den SC Teutonia Bockau und den SV Stützengrün-Hundshübel vorm 21. Spieltag. Und an dem hatten die Schneeberger in Bockau die große Chance, für eine Vorentscheidung zu sorgen. Die wäre es tatsächlich gewesen. Verlor doch Stützengrün-Hundshübel in Mitteldorf 4:5. Mit einem Sieg über Teutonia hätte Concordia also gleich beide Verfolger wohl endgültig abgeschüttelt.

Aber Pustekuchen. Die Bockauer gingen durch Jörg Schubert kurz vor der Pause in Führung (43.), und ein Eigentor von Thomas Tautenhahn bescherte ihnen unmittelbar nach dem Seitenwechsel das 2:0 (50.). Gaga Dolidze verkürzte zwar auf 1:2 (75.), doch nur eine Minute später gelang Kevin Geißler das 3:1. Dolidze traf noch zum 2:3 (79.), aber dabei blieb es dann auch, und bei nun noch vier Zählern Abstand zwischen Schneeberg II und Bockau ist zumindest wieder für etwas mehr Spannung gesorgt.

Ähnlich torreich wie beim erwähnten 5:4 (3:2) zwischen Mitteldorf und Stützengrün-Hundshübel, bei dem übrigens ein Spieler jeder Mannschaft vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, ging es beim 6:4 der Schönheider über Schlusslicht Grünhain-Beierfeld II zu. Da führten allerdings die Gäste zur Pause 3:2, und kurz vorm Ende flog ein Akteur der Gastgeber mit Rot vom Platz. Im Keller der 1. Kreisklasse West hat Neuwelt als Vorletzter durch den 2:0-Sieg über Langenberg wieder Kontakt zu den direkt davor liegenden Grünstädtlern und den Langenbergern hergestellt.

Erster der 2. Kreisklasse West ist nun Albernau. Das Team gewann bei der SG Scheibenberg/Sehmatal II 5:3 und profitierte zudem davon, dass der vorherige Tabellenführer Bermsgrün II spielfrei hatte. Die Bermsgrüner haben bei zwei Partien weniger nur zwei Zähler Rückstand. Johanngeorgenstadt als Dritter büßte durch die 1:2-Heimniederlage gegen Erlabrunn wichtigen Boden ein.

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