Thalheimer Trialer machen sich ran

Rund um den MSC hat sich am Montagabend eine beliebte Fernsehsendung gedreht. Einer durfte am Ende besonders jubeln.

Thalheim.

Für die Motorrad- und Fahrradtrialer des MSC Thalheim ist die Saison eigentlich schon vorbei. Nun hat der Verein noch einmal auf sich aufmerksam gemacht. Am Montagabend ging es in der MDR-Sendung "Mach dich ran" rund um den Verein aus dem Zwönitztal.

Gedreht wurde auf dem Vereinsgelände an der Tabakstanne bereits Anfang Oktober - die Mitarbeiter des Fernsehsenders hätten um Stillschweigen bis zur Ausstrahlung gebeten, sagt Vereinschef Frank Krumbiegel. Der Kontakt zu den Trialern kam über Bürgermeister Nico Dittmann zustande, der auf dem Motorrad gegen MDR-Moderator Mario Richardt antreten musste. Ein ungleiches Duell: Während der Journalist noch nie zuvor ein Trial-Motorrad gesteuert hatte und sich darüber wunderte, dass im Stehen gefahren wird, ist Dittmann Vereinsmitglied - wenn auch noch nicht allzu lange. "Ich habe mir kurzem eine eigene Maschine zugelegt und fahre öfter, wenn es die Zeit zulässt", so der parteilose Politiker.

Im dem Wettkampf ging es dann nicht etwa darum, möglichst schnell die Ziellinie zu überqueren. Vielmehr war Schneckentempo gefragt. "Langsam zu fahren, ohne mit den Füßen den Boden zu berühren, ist die größte Herausforderung", so Krumbiegel. Wie nicht anders zu erwarten, setzte sich Dittmann gegen Richardt locker durch, denn er kam als Zweiter ins Ziel, obwohl er - dies ein Zugeständnis zugunsten des Moderators - nur die halbe Strecke zur Verfügung hatte. Als "Strafe" für seine Niederlage ließ er sich von Ben Roder mit dem Fahrrad überspringen. Das Risiko, dabei erwischt zu werden, war allerdings fast null. Der 11-Jährige ist Deutscher Meister im Fahrradtrial - und das sogar schon in der Altersklasse U 13.

Glückspilz des Tages war unterdessen Martin Herrling. Auf dem Los, das Mario Richardt für die Tagesaufgabe zog, stand der Name des 40 Jahre alten Motorradtrialers, der seit einem schweren Unfall mit einer Beinprothese fährt. Herrling musste sich entscheiden, ob es dem MDR-Team gelingt, einem Mann aus Weimar binnen 24 Stunden zu helfen. In der Wohnung dessen Mutter waren die Wasseruhren falsch eingebaut - was sich in viel zu hohen Wasserkosten niederschlug. Die Reporter setzten sich erfolgreich für die Erstattung der zuviel gezahlten Gebühren ein, was dem Thalheimer MSC-Piloten, der genau darauf gesetzt hatte, einen Gewinn von 1000 Euro bescherte. "Das ist schon eine schöne Sache", freute sich Herrling, der zumindest einen Teil des Geldes auch dem Verein zukommen lassen will.

Die Thalheimer zogen am Ende ein positives Fazit. "Das war eine richtig schöne Sache, die endlich mal nichts mit dem Coronavirus zu tun hatte," betonte Frank Krumbiegel.

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