Thalheimer wollen gleich am Anfang ein Polster schaffen

Die Tannen starten mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Annaberg in die neue Landesklasse-Saison. Für den Coach sind drei Punkte Pflicht.

Thalheim.

Allzu böse haben es die Spielplanmacher mit dem SV Tanne Thalheim nicht gemeint. Zuhause gegen Annaberg, dann in Marienberg, daheim gegen Lichtenstein - alles Teams, die den Prognosen nach nicht im Verdacht stehen, im Aufstiegskampf mitzumischen.

René Wendler, der Trainer des SV Tanne, will die Gunst der Stunde nutzen und an den ersten Spieltagen gleich ein Punktepolster anlegen, von dem sich gegen Spitzenteams auch einmal zehren lässt. Gegen den Aufsteiger aus der Kreisstadt soll es damit am Samstag losgehen, Anstoß ist 15 Uhr im heimischen Waldstation. "Wir sind heiß auf die neue Serie", sagt Wendler. Annaberg sei ein völlig unbeschriebenes Blatt, gegen das sein Team seit Ewigkeiten nicht gespielt habe. Dass die Blau-Gelben in der vergangenen Woche in der ersten Runde des Sachsen-Pokals mit 0:5 beim klassentieferen Vogtlandligisten Syrau unter die Räder kamen - der sich allerdings mit mehreren Spielern der aufgelösten Reserve des VFC Plauen II verstärkt hat - will der Thalheimer Trainer nicht überbewerten. "Solche Partien in der Vorbereitung, zu denen ich das Pokalspiel zähle, sind für mich nicht besonders aussagekräftig."

Annabergs Trainer Ingo Klöpping indes nahm den Kontrahenten im Pokalspiel bei Blau-Weiß Chemnitz unter die Lupe, das die Tannen im Elfmeterschießen gewannen. Dabei dürfte ihm unter anderem der Auftritt von Keeper Justin Schirmer nicht entgangen sein, der in seinem ersten Spiel für Thalheim eine richtig gute Leistung zeigte und mit einem gehaltenen Elfmeter am Ende zum Matchwinner avancierte. Gegen Annaberg muss der A-Jugendliche aber aller Voraussicht nach seinen Platz für den etatmäßigen Ersatzkeeper Oliver Post räumen, der in Chemnitz berufsbedingt fehlte. Stamm-Keeper Kevin Mehlhorn fällt nach seinem Nasenbeinbruch noch rund sechs Wochen aus.

Abgesehen von ihm muss Wendler auf drei weitere Akteure verzichten. Mittelfeldspieler Manuel Arnold hat sich unter der Woche am Fuß verletzt, Marek Barthold (ebenfalls Mittelfeld) weilt noch im Urlaub. Dazu ist Neuzugang und Rückkehrer Daniel Wetzel (Abwehr) noch ein Spiel gesperrt, nachdem er am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison noch für Gelenau die Rote Karte wegen groben Foulspiels sah. Thalheim, dass 2017/18 die sechstmeisten Tore alle Ligateams erzielte, dafür aber die viertmeisten kassiert hat, will wieder offensiv agieren. "Wir können gar nicht anders", so Wendler.

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