Trainer belohnt starken Auftritt

Zum Einzug ins Finale des Regionalpokals hat es für die Zschopauer Volleyballer nicht ganz gereicht. Dennoch dürfen sie sich über einen Sieg und ein "Geschenk" freuen.

Zschopau.

Spontane Unternehmungen oder einfach nur gemütliche Stunden auf der heimischen Couch sind morgen Abend bei den Volleyballern des VC Zschopau angesagt. Sie haben nämlich trainingsfrei. Trainer Mathias Ellwart hielt sein Wort und ersparte seinen Schützlingen eine der schweißtreibenden Einheiten, weil sich das Team gestern mehr als achtbar aus der Affäre zog. "Wenn die Jungs genau das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten, würden sie frei bekommen", erläutert der Coach die Abmachung, die nicht an Ergebnisse gebunden war. Dass es nach dem 3:2-Erfolg gegen den Dresdner SSV im zweiten Spiel gegen die L.E. Volleys eine 0:3-Niederlage setzte und damit der Einzig ins Finale verpasst wurde, spielte keine Rolle.

"Es ging uns einzig und allein um die Leistung. Und die war super", betont Ellwart. Nach dem kurzen, aber intensiven Trainingslager im Sportpark Rabenstein steckten den Akteuren sechs Übungseinheiten in den Beinen, doch davon war in heimischer Halle nichts zu merken. Zwar hatten sich angesichts des heißen Badewetters nur rund 70 Zuschauer auf die Tribüne "verirrt", doch liefen die Motorradstädter auch ohne die ganz große Unterstützung zu Höchstform auf.

"Am Anfang haben uns die Dresdner ihre Aufschläge aber ganz schön um die Ohren gejagt", räumt Ellwart ein. Ein Stückweit machte sich das Trainingslager zu Beginn wohl doch bemerkbar. Noch mehr Einfluss hatte jedoch der Spielball. "Während der Mikasa-Ball, mit dem wir in der Dritten Liga spielen, leichter ist und deutlich mehr flattert, ist der vom sächsischen Verband verwendete Molten-Ball viel schneller", erklärt der Zschopauer Trainer. Speziell die Annahme fiel dadurch schwer. Doch allmählich gewöhnten sich die Gastgeber an das Spielgerät. Nach dem 19:25 im ersten Satz gelang mit 25:23 der Ausgleich. Allerdings legte der erwartet starke Regionalliga-Aufsteiger aus Dresden mit 25:20 nochmals vor. "Im vierten Satz ging dann bei einem 9:14-Rückstand ein Ruck durch die Mannschaft", so Ellwart. Belohnt wurde die Aufholjagd mit einem 25:17-Erfolg. Und auch im Tiebreak hatte der VC mit 17:15 die Nase vorn.

"Stolz hat mich gemacht, dass die Mannschaft trotz des Trainingslagers am Ende noch einmal etwas draufpacken konnte", sagt der Trainer, der mit der Partie gegen die Leipziger Volleys ebenso zufrieden war. Gegen das Spitzen-Team der 2. Bundesliga, das mit voller Kapelle angereist war, lagen die Zschopauer im ersten Satz (24:26) sogar lange in Führung. Obwohl es auch danach (21:25, 21:25) nicht ganz reichte, wurde laut Ellwart das Ziel erreicht: "Wir wollten stets die 20er-Marke knacken. Außerdem haben wir Leipzig stets zu Auszeiten gezwungen."

Zschopau: Nentwich, Timm, Keller, Böttiger, Auerswald, Knöbel, Willmer, Müller, Haase, Schreiter, Kloss, Bechtold.

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