Trainer setzt auf neues System

Kurz, aber knackig war die Vorbereitung der Zschopauer Volleyballer. Dabei wurde einiges einstudiert, das morgen zum Drittliga-Auftakt helfen soll.

Zschopau.

In Jena eröffnen beide Volleyball-Teams des VC Zschopau morgen ihre Saison. Zusammen werden sie sich allerdings nicht auf den Weg gen Thüringen begeben, denn die Regionalliga-Damen spielen einerseits erst 19 Uhr und dann auch noch bei einem anderen Gegner. Während sie beim USV Vimodrom Jena gefordert sind, geht es für die Herren ab 14 Uhr beim 1. VSV Jena um die ersten Saisonpunkte in der Dritten Liga Ost. Identisch ist allerdings das Ziel: Beide Vertretungen aus der Motorradstadt wollen mit einem Auswärtssieg loslegen.

Anders als die Frauen, die mit den jüngsten Siegen im Pokal gegen den Dresdner SC II und Markkleeberg Selbstvertrauen tanken konnten, haben die VC-Männer keine echte Standortbestimmung hinter sich. Zwar folgte der Partie im Trainingslager auf dem Rabenberg (2:3 gegen Oelsnitz) diese Woche noch ein Trainingsspiel gegen die eigene zweite Mannschaft, doch ein richtiger Härtetest war nicht dabei. "Ich bin kein Freund großer Testspiele", sagt Trainer Andreas Richter, der dennoch guter Dinge ist: "Unsere Vorbereitung war kurz, aber dafür knackig. Wir haben gut gearbeitet und uns dabei auf zwei Bereiche fokussiert." Nicht nur die Annahmetaktik hat der Coach verändert. Er fordert auch mehr Schnelligkeit im Passspiel - speziell, wenn über die Außenpositionen angegriffen wird.

Dass relativ hohe Durchschnittsalter - viele der Leistungsträger sind bereits über 30 - spiele dabei durchaus eine Rolle. "Wer jahrelang nur von unten angenommen hat, dem fällt eine Umstellung auf oben sicher schwer", gesteht Richter. "Trotzdem dürfen wir die aktuellen Entwicklungen nicht verpassen", so der Coach weiter. Zwar sei es für ältere Spieler schwieriger, Fortschritte bei solchen Grundlagen zu erzielen. Allerdings habe die Trainingsarbeit gezeigt, dass die Veränderungen Früchte tragen: "Wir haben ja einen solch großen Kader, dass wir intern viel spielen und testen können."

Nur Phillip Kramp dürfte etwas enttäuscht sein. Der Aktive der zweiten Mannschaft wird nach mehrwöchiger Testphase im Drittliga-Kader auch künftig für die Reserve in der Sachsenliga spielen. "Das hat aber mit einer Knieverletzung zu tun. Er trainiert weiter bei uns, im Winter sehen wir weiter", macht Richter dem jungen Diagonalangreifer Mut. Die Außenspieler Johannes Micketeit und Maximilian Kuhnert gehören dagegen schon jetzt zum Kader des Drittligisten, der als Saisonziel den Klassenerhalt anpeilt. "Durch die Zweitliga-Absteiger L. E. Volleys und Delitzsch ist die Liga stärker geworden", sagt Richter, der morgen in Jena auf einen Sieg hofft: "Gegen einen Aufsteiger ist es zu Saisonbeginn etwas schwieriger, weil er noch Euphorie mitbringt. Aber wir wollen gewinnen."

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