Trainingscamp eint drei Nationen

Tischtennis-Talente aus mehreren Ländern haben in Schwarzenberg die Bälle fliegen lassen. Der Sport war dabei nur ein Aspekt.

Schwarzenberg.

In seine dritte Runde ist das internationale Trainingscamp in Schwarzenberg gegangen. Der 1. TTV als Tischtennis-Sachsenligist hat erneut junge Leute zu einer gemeinsamen Woche mit Sport, Spaß, Spiel und mehr eingeladen.

"Das liegt uns am Herzen", beteuert Jiri Vojtek vom Betreuerteam. Zur Camp-Premiere ging es um das Miteinander von tschechischen und deutschen Talenten. Ein Jahr darauf kam in den Pausen Sprachunterricht für alle dazu. Dieses Jahr wurde bei dem Projekt, das die Europäischen Union über den Fonds für regionale Entwicklung fördert, noch eine dritte Nation eingebunden. "Durch zwei Mädchen aus Syrien, die uns die Auer Brücke vermittelt hat", so Vojtek. Sein Sohn Marek nahm sich an den Platten der Einsteigerinnen an. "Wir üben typische Bewegungsabläufe, damit sich das einschleift." Danach, so der Trainer, gehe es mit technischen Kniffen weiter. "Es braucht Zeit." Immerhin sei der Ball, den es zu treffen gilt, ziemlich klein. "Deshalb fangen wir mit größeren an." Sonst gehe der Elan verloren. Für Abwechslung im Einsteiger-Training sorgte der Einsatz des Ball-Roboters. Viel geübter ist Florian Fregin. Der Auer spielt seit vier Jahren beim 1. TTV und hatte auch in Amerika während seines Austauschjahrs das Glück, viermal pro Woche trainieren zu können. "Das hat mir viel gebracht", so der 16-Jährige, der das internationale Trainingscamp seines Vereins sehr schätzt. "Gerade von den Teilnehmern aus unserem Nachbarland lernen wir viel, da sie häufiger an der Platte stehen." Sprachlich habe er einige Begriffe auf Tschechisch drauf. "Die Verständigung läuft aber meist über Englisch am besten."

Egal wie: Hauptsache, die jungen Leute finden zusammen und halten im besten Fall Kontakt. "Der Spaß am Sport kommt noch dazu", so Vojtek, der auf die Unterstützung vieler Helfer bauen konnte. Kost, Logis sowie Ausflüge - etwa an die Bobbahn nach Eibenstock oder die Greifensteine - waren für die Talente frei. Und 2021 soll es weitergehen. (ane)

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