Trio geht leer aus

Crottendorf und Gelenau haben den 6.Spieltag der Erzgebirgsliga ohne Punkte absolviert. Die Fußballer aus Annaberg kamen gar nicht zum Zug.

Annaberg-Buchholz.

Vorsichtsmaßnahmen, Unerfahrenheit und Verletzungspech - laut den jeweiligen Trainern sind das die Gründe, warum die drei Teams aus der Region am Sonntag in der Fußball-Erzgebirgsliga nicht punkten konnten. Gar nicht erst auf den Platz ging es für die Kicker vom VfB Annaberg: "Bei uns haben drei Spieler Grippe-Symptome gehabt. Wir müssen das jetzt genau abklären und haben daher beim Staffelleiter kurzfristig um eine Verlegung des Spiels gebeten", sagte Annabergs Coach Tobias Moritz. "Vor Corona-Zeiten hätten sie einfach in der Aufstellung gefehlt. Jetzt ist es natürlich besser, man ist erst einmal vorsichtig", so Moritz weiter. Die Heimpartie gegen den SV Auerhammer soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Die Fußballer vom SV Crottendorf liefen zwar auf, richtig gelohnt hat sich das beim 3:5 aber nur für den Gast aus Sosa. Dabei lagen die Hausherren um Spielertrainer Marcus Süß zur Halbzeit sogar 2:1 vorn. "Gleich in der ersten Aktion nach der Halbzeit verursacht meine Abwehr eine Strafstoß. Da fehlt unseren vielen jungen Leuten einfach noch die Erfahrung", führte Süß an. Sosa dagegen sei so abgezockt und eingespielt, dass die Elf einmal in Fahrt gekommen im zweiten Durchgang kurzen Prozess machte. "Spielerisch machen die das schon gut, auch wenn mitunter viel Langholz nach vorne geschlagen wurde", so Süß. Mit Verstärkungen wie dem Doppeltorschützen Gaga Dolidze im Kader seien die Gäste eine Nummer zu groß für Crottendorf gewesen. "Auch wenn wir eine Halbzeit toll mitgehalten haben."

Dies gelang anfangs auch dem BSV Gelenau zuhause gegen den Neustädtler SV. Doch dann kam die 26. Minute, und Maximilian Loos musste bei Gelenau verletzt vom Platz. "Der Verlust von Max hat uns fußballerisch sehr wehgetan", so BSV-Trainer Nico Barthold. Nur den Halbzeitstand von 0:0 könne er noch als Lichtblick für die weiteren Spieltage verbuchen, denn nach der Pause schlug Neustädtel mehrmals gnadenlos zu: "Wir sind erst wieder aufgewacht, als es 0:4 stand und es nichts mehr zu holen gab", schildert Barthold. Gerade auf den Außenbahnen sei seinen Spielern nicht viel eingefallen. Oft kamen sie auch den berühmten Schritt zu spät. Obwohl Lars Kolditz nach Strafstoß noch das 1:4 gelang, stellte Nico Barthold fest: "Zum Schluss war vor allem läuferisch nichts mehr im Tank."

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