Über sieben Gipfel musst du ...

Nicht alle haben alle Gipfel erklommen. Doch die Tapfere-Schneiderlein-Tour 2019 war trotzdem für alle ein Erlebnis.

Ehrenfriedersdorf.

Sonnabend, 7Uhr auf dem Ehrenfriedersdorfer Markt. Auf dem Platz treffen sich einige Unentwegte, die an dem Tag singen könnten: "Über sieben Hügel musst du ..." "Zum 11. Mal passiert das inzwischen", sagt Organisator Guntram Liebig. Vor ihm und acht Mitstreitern liegt eine Radrunde über Scheibenberg, Auersberg, Rabenberg, Fichtelberg, Keilberg, Bärenstein und Pöhlberg zurück zum Ehrenfriedersdorfer Markt. Wie immer hat der Ehrenfriedersdorfer, der mittlerweile im Tharandter Wald wohnt, 134 Kilometer mit 2750 Höhenmetern als Strecke über die sieben Berge des oberen Erzgebirges errechnet. Kein Wunder, dass das "Tapfere Schneiderlein" und "Sieben auf einen Streich" als Namenspaten für die Tour herhalten müssen. Nach Jana Schuster 2014 ist erstmals wieder eine Frau dabei, die zweite überhaupt. "Doch die möchte ihren Namen nicht lesen. Schade", sagt Liebig. Er hätte die Dresdnerin besonders gelobt, doch auch ohne den Namen geht es dann auf die Tour.

Als "sechs alte Hasen und drei Rookies" bezeichnet der Organisator das Team der Gipfelstürmer, das in der Bergstadt startet. Nicht alle werden auf jedem Plateau ankommen, macht aber nichts. "Sieben sind alle sieben Berge gefahren. Einer hat einen ausgelassen, einer zwei", sagt er nach der Tour. Vielleicht haben die pausiert, weil Tobias Nönnig als "geilster Bäcker aus Ehrenfriedersdorf" sein Fernbleiben mit Kuchen und Brötchen entschädigt hat. "Er ist voriges Jahr selbst mitgefahren, konnte diesmal aber nicht", so Liebig, dessen Trupp außer einer Reifenpanne nach fünf Kilometern keine Sorgen hatte. "Bis etwa 10 Uhr hat es geregnet, die Temperaturen lagen im einstelligen Bereich. Das Wetter war am Nachmittag optimal zum Radfahren", lautet sein Fazit.

Im Ziel zeigte sein GPS-Gerät die nackten Fakten: Ankunft 18.15 Uhr, Nettofahrzeit 7:59 Stunden, Strecke 135 Kilometer, 2822 Höhenmeter, Durchschnittstempo 16,9 und Höchstgeschwindigkeit 83,9 Stundenkilometer. "Letzteres war auf der Auersbergabfahrt", so Liebig, der für die 12. Tour den 5. Juli 2020 auserkoren hat.

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