"Über uns hinauswachsen"

Die Tischtennisspieler des Oberligisten TSV Elektronik Gornsdorf gehen als klarer Außenseiter in ihr erstes Rückrundenspiel. In der Spielpause wurde das Team durchgemischt.

Gornsdorf.

So viel ist sicher: Auf die Tischtennisspieler des TSV Elektronik Gornsdorf wartet eine knüppelharte Rückrunde. Die Erzgebirger liegen in der Oberliga derzeit auf Platz 8 und damit auf dem Relegationsrang. Und nach einer Flut von Heimspielen zu Saisonbeginn dürfen die Elektroniker in der Rückrunde nur noch dreimal im heimischen Volkshaus ran.

Zum Auftakt im neuen Jahr empfangen die Erzgebirger dabei am Samstag, 18.30 Uhr, den Tabellenvierten Schott Jena II. Rudi Pfüller, langjähriger Sektionsleiter des TSV, gibt sich pessimistisch. "Realistisch ist eine Niederlage. Wir müssten schon über uns hinauswachsen, um dort etwas zu holen", sagt er. Die Einschätzung speise sich aus den Erfahrungen des Hinspiels. Beim 3:9 Ende November in Thüringen waren die Gornsdorfer chancenlos. Immerhin: Personell sind alle Mann, die zuhause die Überraschung schaffen wollen, an Bord.

Dass die Elektroniker dermaßen unter Zugzwang sind, liegt hauptsächlich daran, dass sie ihre eigentliche Heimstärke in der Vorrunde nur ungenügend ausspielen konnten. Nur zweimal (bei sechs Versuchen) verließen sie ihre Spielstätte als Sieger, dazu kamen noch zwei Unentschieden. "Nur mit einer Leistungssteigerung aller sieben Stammspieler wird es möglich sein, diesen Relegationsplatz bis zum Schluss zu behaupten", sagt Rudi Pfüller. In der Auswertung der Einzelspiele zeigte Tomas Kabelka in der Hinrunde die beste Leistung. Mit 17 Punkten aus 18 Einzelspielen liegt er sogar ligaweit an der Spitze aller 65 Akteure. Doch das Gefälle ist bei den Gornsdorfern groß: Mit Martin Merker ist der zweitbeste Elektroniker erst auf Rang 34 zu finden. "Wir benötigen eine größere Ausgeglichenheit im Team", so Pfüller.

Die Leistungen der einzelnen Protagonisten in der Hinserie blieb nicht ohne Auswirkungen. So werden lediglich Kabelka, Holger Anhut und Alister Seltmann weiterhin ihrere bisherigen Positionen innerhalb des Mannschaftsgefüges einnehmen - der Tscheche an der Spitze, Anhut an Position 4 und Seltmann an Platz 6. Martin Merker rückt von Rang 3 auf die 2 vor und tauscht damit die Position mit Michal Jirasek. Auch Stefan Meiner und Chris Lasch tauschen die Plätze. Meiner, zuvor Siebenter, ist die neue Nummer 5. "Damit wird jeder entsprechend der gezeigten Leistungen gefordert", so Pfüller.

Die zweite Mannschaft der Elektroniker startet ebenfalls in die Rückserie. Der Tabellenvierte der Landesliga muss dabei zum Auftakt zuhause gleich eine hohe Hürde überspringen. Gegner am Samstag, 13.30 Uhr, ist Spitzenreiter Holzhausen III, das in dieser Saison bislang lediglich einen Punkt abgegeben hat. Mit der Bilanz ihrer Reserve in der Hinrunde sind die Gornsdorfer zufrieden. "Das Ziel, in der vorderen Tabellenhälfte anzukommen, wurde voll erfüllt", so Pfüller. Wenig erstaunlich also, dass es im Team keine Veränderungen gibt. Bernd Buschmann, Steffen Schreiter, Jörg Protzner, Sören Dittrich und Jens Reppe bilden den "Stammfünfer". Gibt es einen Ausfall, kann Chris Lasch, die Nummer 7 des Oberliga-Teams, eingesetzt werden - oder es wird Ersatz aus der dritten Mannschaft angefordert. Dieses Team um Ralph und Uwe Wetzel, Jörg Anhut, André Brückner sowie die Nachwuchsspieler Nils Stöckel und Niklas Müller, liegt derzeit auf Platz 3 in der Bezirksklasse. (mit rpf)

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