Unglückstag ereilt RSK mit 24 Stunden Verspätung

Ringen, Regionalliga: Gelenau muss in Berlin Ausfällen Tribut zollen

Berlin.

Für die Ringer des RSK Gelenau haben die Vorzeichen am Wochenende von vornherein schlecht gestanden. Von der Mannschaft, die in der Regionalliga Mitteldeutschland eine Woche zuvor 15:14 bei der WKG Pausa/Plauen gewonnen hatte, fielen zwei Stammkräfte aus. Doch damit nicht genug: Als das ersatzgeschwächte Team bereits fast in der Hauptstadt angekommen war, ereilte Trainer Björn Lehnert die nächste Hiobsbotschaft. Per Handy sagte mit Cezary Sadowski kurzfristig noch ein weiterer Leistungsträger ab. "Wegen einer Autopanne hing er in Polen fest", berichtet Lehnert, für den feststand: "Das war für uns Freitag, der 13. - mit einem Tag Verspätung." Trotz der Schwächung hielt der RSK beim SV Luftfahrt Berlin erstaunlich gut mit, unterlag aber letztlich 13:18.

"Kompliment an alle, die auf der Matte gestanden haben. Jeder hat das Maximum herausgeholt", sagt Lehnert, der improvisieren musste. Weil die Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm ohnehin unbesetzt war, konnten es sich die Gäste nicht leisten, noch ein Limit freizulassen. "Dann wäre der Kampf mit 40:0 für Berlin gewertet worden", sagt der Trainer, der sich daher selbst das Trikot überstreifte. Zuvor musste er aber noch zwei Liter trinken, um in der Kategorie bis 75 Kilogramm über die Waage gehen zu können. Der eigentlich dafür vorgesehene Rico Richter rückte ein Limit nach oben (80 kg). Beide verloren zwar ihre Duelle - genau wie Felix Franke (71 kg) und Martin Hettler im Superschwergewicht. Trotzdem konnte der RSK auch fünf Siege in der Hauptstadt verbuchen.

Für den Gesamterfolg reichte es nicht, weil Daniel Franke (61 kg), Hassan Ismail (66 kg) und Fabian Jänicke (86 kg) ihre Kontrahenten lediglich nach Punkten bezwingen konnten. Statt vier Zähler für einen vorzeitigen Sieg wanderten dafür lediglich ein Punkt beziehungsweise drei Zähler aufs Mannschaftskonto. "Trotzdem war das eine bärenstarke Teamleistung", so Lehnert, der den Auftritt von Erik Löser hervorhebt. In der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm wurden seine Ausheber sowie ein Wurf über die Brust mehrfach mit der Wertung "5" belohnt. "Techniken der Extraklasse. Nur leider ist der Vergleich da schon entschieden gewesen", sagt der Trainer übers letzte Duell des Abends. Als Rückschlag wertet er die Niederlage nicht. Vielmehr stimmt es Lehnert optimistisch, trotz der Ausfälle Paroli geboten zu haben. "Das ist ein gutes Zeichen." ( anr)

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