Veilchen verpasst Sensation nur knapp

Aues Bundesliga-Ringer Ilja Matuhin hat sich bei der Weltmeisterschaft der Altersklasse u 23 mehr als wacker geschlagen. Der Freistilspezialist verpasste aber die Hoffnungsrunde.

Aue.

Für Ilja Matuhin hätte es der Höhepunkt des Jahres werden können - und für Deutschland die einzige Medaille im freien Stil. Doch es sollte nicht sein, der Ringer in Diensten des FC Erzgebirge Aue bangte nach einem grandiosen Auftakt bei den Weltmeisterschaften der U-23-Athleten letztlich umsonst, weil er in der Hoffnungsrunde der Kategorie bis 92 Kilogramm nicht ins Geschehen eingreifen durfte.

Zunächst hatte Matuhin in der Qualifikation überzeugt. Den Kirgisen Dinislambek Taalaibek Uulu fertigte er zum Auftakt in Budapest vorzeitig ab. 10:0 - und damit Sieg durch technische Überlegenheit hieß es im ersten Kampf für den in Luckenwalde trainierenden Deutschen. Nach diesem souveränen Auftaktsieg startete Matuhin auch stark ins Achtelfinale gegen den amtierenden U-23-Vizeeuropameister, Vasyl Sova. Den Ukrainer brachte er kurz nach dem Anpfiff durch einen Schulterwurf in arge Bedrängnis. Zwar konnte Sova reagieren, doch mit einer 6:5-Führung ging es in die Pause. Danach drehte der Ukrainer den Punktestand mit zwei Beinangriffen zum 9:6 für sich, bevor er die letzte verzweifelte Aktion des Deutschen zum Schultersieg konterte.

Die Hoffnungen, eventuell noch ins Geschehen um Bronze eingreifen zu können, erfüllten sich für Ilja Matuhin nicht. Da Sova anschließend dem spätereren Vizeweltmeister Batyrbek Tcakakulov aus Russland unterlag, war für Matuhin die U-23-WM beendet. Immerhin darf er für sich in Anspruch nehmen, als einziger Deutscher einen Kampf bei der U-23-WM in Budapest gewonnen zu haben. (mit mas)

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