Verein verleiht Orden für Verdienste

Die Schwarzenberger Schützen haben fünf ihrer Mitglieder geehrt. Im Fokus steht derzeit vor allem ein Großprojekt.

Schwarzenberg.

Vier Heinzelmännchen und die Mutter der Kompanie, wie sie sich mit einem Schmunzeln selbst beschreibt, hat der Schützenverein Schwarzenberg auf spezielle Weise geehrt. "Mit einem Orden für besondere Verdienste", sagt Vereinsvorsitzender Peter Blechschmidt. Gemeint sind Sigrid Liebing und Heinz Wels aus Grünstädtel sowie die Schwarzenberger Norbert Frank, Viktor Jentzsch und Helmut Unger.

Sie leisteten viele Arbeitsstunden. Zeit und Mühe investierten sie vor allem in das aktuelle Großprojekt des Vereins: Am Schießsportzentrum an der Ritter-Georg-Sportstätte entsteht eine neue Schießbahn, die bis auf 100 Meter ausgebaut werden soll. Dieses Vorhaben unterstützt nicht zuletzt die Stadtverwaltung finanziell. Schließlich gehört das Schwarzenberger Schießsportzentrum schon jetzt zu den modernsten und größten in der hiesigen Region. Zu Trainingszwecken nutzen es unter anderem Lehrer und Schüler der Polizeifachschule Schneeberg.

Um die neue Bahn bauen zu können, sind diverse Vorarbeiten nötig. Und genau diese haben die Geehrten im vergangenen Jahr aktiv vorangebracht. "Eine Garage und ein Holzplatz wurden neu hergerichtet", berichtet Sigrid Liebing als eine von wenigen Frauen im Verein mit mehr als 100 Mitgliedern. Wohl fühle sie sich dennoch. "Ich kümmere mich um dies und das", sagt sie. Wenn die neue Bahn - genauer gesagt ein Röhrenschießstand für Großkaliber - fertig ist, verfügt der Verein über eine Attraktion mehr. Voriges Jahr wurden die Schwarzenberger Schützen auch als Leistungszentrum der DSU, der Deutschen Schießsportunion, anerkannt.

"Alle, die wir nun ausgezeichnet haben, leisteten im vorigen Jahr eine tolle Arbeit", so Peter Blechschmidt. Verraten habe man vorher nichts. "Es war eine große Überraschung", bestätigt Siegrid Liebing. Unter den Geehrten war mit Norbert Frank auch ein "Neu-Mitglied", wenn man so will. Erst seit gut einem Jahr gehört der gebürtige Schwabe, den es beruflich ins Erzgebirge verschlug, zum Verein. "Es ist mein erster Orden überhaupt. Ich freue mich riesig." Seit 2003 lebt er in Schwarzenberg und ist Schöpfer der Steinplastiken im Schlosswald.

Einst war das heutige Schießsportzentrum Stützpunkt der DDR-Organisation "Gesellschaft für Sport und Technik", kurz GST. Ums Überleben des Schießsports in Schwarzenberg bemühten sich später zunächst zwei Vereine, die dann im SV Schwarzenberg zusammengingen. Dieser verfügt über Lang- und Kurzwaffenstand, eine Distanzschieß- anlage und eine elektronische Trefferanzeige. Übers Jahr richtet der Verein immer wieder auch für jedermann offene Wettbewerbe aus. Ein Schützenfest gibt es ebenfalls.

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