Verletzung sorgt für vorzeitigen Feierabend

Das Erzbergrodeo bleibt ein Mythos. Jedes Jahr sind etwa 2000 Fahrer dabei. Nicht alle kommen heil durch.

Cunersdorf.

Der Erzberg in Österreich zieht magisch an. Jener 1466 Meter hohe Gipfel in der steirischen Stadt Eisenerz, zu dessen Füßen ab dem 11. Jahrhundert das Gestein abgebaut wurde. Seit 1995 wird dort eines der härtesten Enduro-Rennen der Welt veranstaltet: das Erzbergrodeo. Auch Erzgebirger lassen sich auf diese Herausforderung ein. Diesmal waren es Marcel Teucher aus Wiesa, Felix Bräuer aus Cunersdorf, Eric Mainhardt aus Annaberg-Buchholz sowie Peter und Ronny Mauersberger aus Geyer.

"Ich bin da zuletzt 2014 am Start gewesen, wollte eigentlich nicht noch einmal nach Österreich reisen. Doch das Abenteuer Erzberg ist zu magnetisch, um es als Endurist ignorieren zu können", sagt Felix Bräuer. Wie so oft ist auch dabei der Prolog entscheidend. "Eine mittlere Startreihe bedeutet viel Stau und damit Frustration", erläutert er. Und obwohl der Prolog mit dem Wettkampf wenig gemeinsam hat, donnern die Maschinen mit mehr als 100 Kilometer pro Stunde auf den Trassen entlang. Die 500 Schnellsten qualifizieren sich fürs Hauptrennen, das Hare Scramble.

Nicht darunter war der Wiesaer Marcel Teucher. "Mit der 74 hatte ich eine so gute Startnummer wie noch nie im Prolog. Es lief ideal, bis kurz vorm Ende der zehn Minuten Fahrzeit", schildert Marcel Teucher die Ausgangsposition. Doch dann raste er mit hoher Geschwindigkeit in eine Ausspülung und stürzte fast. "Reflexartig bin ich aufs linke Bein. Ein stechender Schmerz und mir war sofort klar, dass da mehr sein muss", so der Wiesaer, der in wenigen Tagen 30 Jahre alt wird. Die bittere Diagnose erhielt er zuhause in Annaberg-Buchholz - Komplettabriss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Das bedeutet für ihn: Operation und mehrmonatige unfreiwillige Pause. Logisch, dass der Erzberg-Auftritt früh für ihn zu Ende war. "Die gleiche Verletzung hatte ich mir 2011 schon einmal im rechten Knie zugezogen. Ich weiß deshalb, auf was ich mich einstellen muss", so Teucher nach dem sportlichen Rückschlag.

Felix Bräuer und Ronny Mauersberger schafften den Einzug ins Hare Scramble. Eric Mainhardt und Peter Mauersberger scheiterten in der Qualifikation. "Dieses Jahr war die Strecke bis Kontrollpunkt 7 in Ludwigs Land ohne Stau fahrbar. Ich bin aber kein Fan von Abschnitten, die nicht allein zu bewältigen sind. Da diese sehr zahlreich sind, starte ich nächstes Jahr nicht wieder", so der Cunersdorfer. Mit Platz 242 schaffte er dennoch sein bisher bestes Erzbergrodeo- Ergebnis. Ronny Mauersberger erreichte Checkpoint 7, wurde auf Rang 415 gewertet. (mit enis)

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