Versöhnlichen Abschluss verpasst

Marienbergs Handballerinnen beginnen beim amtierenden Sachsenmeister stark. Dann verliert das Team jedoch den Faden.

Döbeln.

Mit dem letzten Punktspiel des Jahres 2018 haben die Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg bereits die Rückrunde ihrer Sachsenliga-Saison eröffnet. Der erhoffte Sieg blieb dabei aus, denn bei der HSG Neudorf/Döbeln zogen die Erzgebirgerinnen mit 24:32 den Kürzeren. Marienberg geht daher als Tabellensiebenter mit 12:12 Punkten in die Winterpause, die mit acht Wochen ziemlich lang ausfällt.

Hinsichtlich des Saisonziels liegt das junge HSV-Team voll im Soll. Dennoch wäre die Niederlage beim amtierenden Sachsenmeister vermeidbar gewesen, wie Trainer Stefan Süßmilch fand. Denn seine Sieben startete gut und führte nach zehn Minuten 4:1. Es folgten vier Tore der Gastgeberinnen, die fortan das Kommando übernahmen. Statt kurz vor der Pause den möglichen 10:11-Anschlusstreffer zu erzielen, wurden wenig später beim Stand von 9:13 die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff blieb es jedoch spannend, denn der Rückstand der Marienbergerinnen hielt sich bis zur 52. Minute in Grenzen (25:22). "Wir hatten dabei die Möglichkeit, auf zwei Tore heranzukommen. Dann wäre für uns auch noch alles möglich gewesen", sagt Süßmilch, der bis dahin an die Wende glaubte. Allerdings baute Neudorf/Döbeln seinen Vorsprung auf 27:22 (54.) aus. Als Marienbergs beste Werferin, Emily Mehlhorn, zum 23:27 traf, wirkte der Gäste-Coach noch immer optimistisch. Doch das änderte sich schlagartig, denn wieder antworteten die Gastgeberinnen mit zwei Toren in Folge.

"Leider hat außer Emily keine von uns ihr vorhandenes Potenzial abrufen können und in Normalform gespielt. Uns sind daher viele Fehler passiert. Gute Torchancen wurden vergeben", bilanziert Süßmilch, der auch mit der Einstellung haderte: "Während wir zuletzt in Markranstädt leidenschaftlichen Einsatz und Siegeswillen gezeigt haben, war das diesmal leider nicht so der Fall." Um beim spielstarken Meister etwas mitnehmen zu können, "hätte alles stimmen müssen", ergänzt der Trainer, der den Blick bereits nach vorn richtet. Wenn am 27. Januar das nächste Heimspiel in Marienberg ansteht, hofft er auf mehr Ehrgeiz. Gegen den SV 04 Plauen-Oberlosa soll dann gepunktet werden: "Wir werden versuchen, es wieder besser zu machen", verspricht Süßmilch.

Marienberg: Monse/Werner; Sowa (1), Tippmann-Wendrock (1), Pocris (6), Tinney (3), Gaitzsch (1), Dresel (5/1), Seidel, Mehlhorn (7)

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