VfB in ungewohnter Rolle gefordert

Der Ball rollt endlich wieder. Am Wochenende startet die Rückrunde der Fußball-Erzgebirgsliga. Dabei stapeln die Vertreter aus der Region aber tief.

Annaberg-Buchholz.

95 Tage sind seit dem Schlusspfiff der Partie zwischen Deutschneudorf und Gelenau vergangen, seitdem befindet sich die Fußball-Erzgebirgsliga in ihrer Winterpause. Das lange Warten hat nun ein Ende, denn am Wochenende rollt wieder der Ball in der höchsten Liga des Fußballkreises. Gefragt sind dabei auch die Vertreter aus der Region, die aber nicht als Favoriten in ihre jeweiligen Partien gehen.

Mag das rein vom Namen her mit Blick aufs Gastspiel des VfB Annaberg beim FSV Sosa verwundern, so sieht es in der Tabelle anders aus: Denn während der Aufsteiger nach einer starken Hinrunde auf Rang 3 steht (26 Punkte), starten die Kreisstädter mit mageren 17 Zählern von einem enttäuschenden 9.Platz in die Rückrunde. Nicht der einzige Grund, warum VfB-Trainer Daniel Mannsfeld mit gemischten Gefühlen in die Partie geht. "Ich bin angespannt. So richtig weiß ich noch nicht, wo wir stehen", gibt er zu bedenken. Zwar habe seine Elf im letzten Test gegen Rabenstein II vieles richtig umgesetzt, so der VfB-Trainer. "Aber die waren auch schwach, und wir haben die gleichen Fehler wie immer gemacht." Mit dem FSV habe man ein "dickes Brett zu bohren", und vor allem beim Blick auf die Offensive der Sosaer entstehen Sorgenfalten. "Mit Philipp Unger und jetzt Gaga Dolidze haben die zwei Top-Leute da vorne", schätzt er die Lage ein. "Da müssen alle diszipliniert spielen, und die Defensive beginnt schon vorne bei den Stürmern." Auch mehrere Ausfälle wie zum Beispiel das Fehlen von Richie Schulze lassen wenig Platz für Optimismus. Ganz ohne reisen die Annaberger aber nicht nach Sosa: "Wenn wir diszipliniert stehen und unsere Fehler abstellen, können wir dort was holen", so Mannsfeld.

Kay Zaffrahn, Spielertrainer des BSV Gelenau (12./12), sieht seine Elf in der Partie gegen Drebach/Falkenbach (10./16) nicht als Favorit. "Drebach ist besser, als es der Tabellenplatz aussagt", findet Zaffrahn, der auch davon ausgeht, dass der Trainerwechsel bei den Krokussen weitere Motivation weckt. Er rechnet mit einem gut eingestellten Gegner, der technisch Einiges drauf hat. "Wir haben in der Pause viel an unserem Spiel gearbeitet. Hoffen wir, dass wir das am Sonntag auch zeigen können", blickt Zaffrahn voraus.

Die härteste Nuss des Wochenendes hat aber wohl der SV Crottendorf (13./10) zu knacken. Er trifft bereits am Samstag auf Tabellenführer Tanne Thalheim (1./30). Selbst ein Teilerfolg wäre super.


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