VfB will keine Geschenke verteilen

Am letzten Spieltag vor der Winterpause kommt es in der Fußball-Erzgebirgsliga in Annaberg zu einem besonderen Duell. Der BSV Gelenau will indes weiter überraschen.

Annaberg-Buchholz.

So ganz genau weiß Daniel Mannsfeld, der Trainer des VfB Annaberg (7./16), gar nicht, wie lange er für den SV Blau-Weiß Crottendorf aktiv war. "Zehn Jahre sicher", so Mannsfeld, der bis vorige Saison vier Jahre an der Seitenlinie der Crottendorfer stand, zuvor selbst für den Verein kickte. Es folgte der Wechsel zum VfB Annaberg, mit dem er am letzten Spieltag vor der Winterpause in der Erzgebirgsliga auf seinen alten Verein trifft. "Es ist ein komisches Spiel", so der VfB-Trainer, der bei aller Sentimentalität rund einen Monat vor Weihnachten keine Geschenke verteilen will. "Sie brauchen die Punkte, wir aber auch." Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung.

Um das zu erreichen, seien seine Spieler vor allem im Kopf gefordert, so Mannsfeld. "Das ist eine Frage der Einstellung. Wenn die passt, sehe ich keinen Grund, warum die drei Punkte nicht Annaberg bleiben sollten." Zumal niemand mit einer Niederlage in die Winterpause gehen will, wie er betont. Dass die Crottendorfer motiviert sein werden, davon geht er aus. "Die müssen ja nur ein Foto von mir in der Kabine aufhängen, das sollte Anreiz genug sein", sagt er schmunzelnd.

Sein Gegenüber Gunnar Langer muss ebenfalls schmunzeln, sagt aber dann auch, dass man das "so unterschreiben kann". Ein paar gute Worte sollten gegen den VfB als Motivation ausreichen, so Langer. Auch für ihn und den SV sei es ein besonderes Spiel. "Aber darauf können wir keine Rücksicht nehmen." Langer blickt durchaus optimistisch auf das Derby, zumal seine Elf zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen geholt hat. "Wenn wir an die Leistungen anknüpfen, können wir auch aus Annaberg Zählbares mitnehmen." Dafür sei voller Einsatz erforderlich, denn spielerisch agiere seine Elf nicht auf der Höhe des VfB. "Es wird schwierig. Aber ich bin guter Dinge, dass wir die knifflige Situation in Annaberg vielleicht ein bisschen ausnutzen können."

Wie es gehen kann, hat der BSV Gelenau (13./9) am vergangenen Wochenende gezeigt, als das Kellerkind überraschend mit 2:1 beim VfB siegte. Eine Wiederholung wird aber schwer, denn zu Gast am Volkshaus ist der SV Tanne Thalheim (2./27). Spielertrainer Kay Zaffrahn bleibt dennoch optimistisch: "Wir wissen, was uns erwartet. Wir haben Respekt, aber keine Angst vor Thalheim." Er habe alle Mann an Bord, so Zaffrahn. "Wir können was holen."

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