Vom Motorrad aufs Auto und zurück

Max Koch hat sein erstes Bergrennen mit Bravour gemeistert. Dabei war dies nur ein kurzer Ausflug in seine Vergangenheit.

Oberwiesenthal.

Der Ausflug in die Autoszene soll ein Ausflug bleiben. Max Koch sagt dies, obwohl er seit vielen Jahren im Motorsport aktiv ist und bereits in Rennwagen wie dem Porsche Cayman gesessen hat. Im Kartsport hatte er begonnen, sich zwischenzeitlich in der Langstreckenmeisterschaft etabliert. "Seit ich fünf Jahre alt bin, sitze ich auf irgendwelchen Gefährten mit Rädern", sagt der Oberwiesenthaler. Jetzt bot sich ihm die Gelegenheit, bei einem Bergrennen an den Start zu gehen. Im BMW E36 eines Freundes ging er in der Tourenwagenklasse über 2000 Kubikzentimeter ins Rennen. "Diese war mit 16 Fahrern sehr gut besetzt. Das 8. Ziegenrücker Bergrennen in Thüringen war die erste derartige Veranstaltung, an der ich teilgenommen habe", sagte der 22-Jährige.

Normalerweise ist er in der FR Performance unterwegs. Dann jagt er seine 1000er Aprilia über die Pisten. Acht Wochenenden umfasst die Serie, in der 16 Rennen gefahren werden. "Ende März hat alles begonnen, jetzt ist die Hälfte vorbei. Vom 19. habe ich mich auf den 5. Rang verbessert", sagt der Pilot. Immerhin trifft er in der Serie auf einstige IDM-Fahrer, von denen er sich einiges abgucken kann und die natürlich noch immer ihre Maschinen beherrschen. Dazu gehören Jesko Günter und auch Nina Prinz. "Die Nina gibt mir außerdem noch viele Tipps, da sie genügend Erfahrung mitbringt. Etwa von der Langstrecken-WM in Katar", sagt der Erzgebirger lobend über die Unterstützung durch die 35-Jährige.

Max Koch hat sich bereits in einigen Sportarten ausprobiert. Nach neun Jahren im Kart wechselte er zum Fußball, spielte mit der B-Jugend des VfB Annaberg in der Landesklasse. Dann stieg er wieder um zum Motorsport, fuhr im Porsche um den Alpenpokal, später auf Porsche, BMW und GT3 in der Langstreckenmeisterschaft. "Mittlerweile bin ich aber aufs Motorrad umgestiegen. Das ist nicht so teuer wieder der Automobilsport", begründet es der Oberwiesenthaler, der sich bei gemeinsamen Motocrossrennen mit Sepp Wiegand und beim Radfahren die nötige Fitness holt. Vielleicht hilft dies, wenn am 10. August in Brünn die nächsten Motorrad-Wettbewerbe anstehen.

Den Abstecher in den BMW und zum Ziegenrücker Bergrennen hat er aber nicht bereut. Auf der Strecke, 3,8 Kilometer lang, sehr kurvenreich und mit 180 Höhenmetern, standen mit ihm rund 270 Fahrer aus sechs Ländern am Start. Die waren mit ihren Motorrädern, Seitenwagengespannen sowie Renn- und Tourenwagen angereist, um in den 18 ausgeschriebenen Klassen um den Sieg zu kämpften. Wer die geringsten Zeitunterschiede in den zwei Wertungsläufen aufzuweisen hatte, schaffte es aufs Treppchen. Max Koch gehörte dazu: "Das Fahren hat Spaß gemacht, nur das Warten zwischen den Läufen nicht", sagte er lachend, nachdem Rang 2 gesichert war.

Ergebnisse weiterer Starter aus der hiesigen Erzgebirgsregion beim 8. Ziegenrücker Bergrennen: 3. Johannes Haase (Schneeberg) auf MZ Eigenbau; 2. Andre Partzsch (Seiffen) auf Kawasaki ZXR 400; 4. Karl-Heinz Saupe (Thalheim) mit Jawa 350; 7. Nico Walther (Thalheim) auf Benelli 500; 2. Matthias Hertwich (Thalheim) auf Wartburg 353 RS; 5. Tino Weißmann (Auerbach/E.) auf BMW 325

Außer Wertung: Michael Hunger (Geyersdorf) auf MZ TS 250 und Frank Meyer (Thalheim) auf Melkus RS 1000

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