Vorsitzender macht das Vierteljahrhundert voll

Peter Stimpel steht seit 25 Jahren an der Spitze des FC Concordia Schneeberg. Als entscheidend sieht er nach wie vor das Gewinnen von Nachwuchs.

Schneeberg.

Er hat zwar selbst nie Fußball gespielt. Dennoch spielt das runde Leder eine wesentliche Rolle in der Freizeit von Peter Stimpel. Denn seit 25 Jahren steht er als Vorsitzender des FC Concordia Schneeberg an der Spitze des Vereins, dessen erstes Männerteam in der Landesklasse kickt.

Das 25-Jährige bescherte Stimpel ein besonderes Präsent: ein eigens für ihn und diesen Anlass angefertigtes T-Shirt mit der Rückennummer 25 und den Unterschriften aller Spieler des Männerteams. Im zurückliegenden Vierteljahrhundert habe man vieles geschafft - sowohl sportlich als auch substanziell. Das begann 1996 mit dem Bau eines neuen Vereinsheims im Dietz-Stadion. "Damit waren die Voraussetzungen da, den Kinder- und Jugendbereich stärker in den Fokus zu rücken. Wir hatten immer einen relativ guten Nachwuchs, haben es aber in den Neunzigern nicht geschafft, die jungen Leute an die erste Mannschaft heranzuführen", so Stimpel, der die Zusammenarbeit mit dem FC Erzgebirge Aue sowie mit umliegenden Vereinen aus Zschorlau und Bad Schlema - etwa mit Blick auf Spielgemeinschaften - als wichtig einschätzt. "Den eigenen Nachwuchs als Basis für eine erfolgreiche Männerarbeit zu fördern, ist uns schrittweise immer besser gelungen", so der 56-Jährige. Seit zehn Jahren profitiere der Erwachsenenbereich von dieser Entwicklung.

"Entscheidend dafür war, dass wir vor 15 Jahren junge Trainer aus den eigenen Reihen aufbauen konnten", so der Vorsitzende. Spieler, die ihre aktive Laufbahn beendet hatten, wechselten zum Nachwuchs an die Linie. Aus sportlicher Sicht wünsche er sich die erste Mannschaft im oberen Drittel der Landesklasse West, derzeit ist es Rang 7. Die Zweite soll sich in der Kreisliga etablieren, wonach es aktuell auf Tabellenplatz 3 auch aussieht. "Wir brauchen eine starke Reserve, sonst können wir mit der Ersten nicht erfolgreich sein. Denn junge Leute, die aus dem Nachwuchs kommen, schaffen den Anschluss meist nicht sofort", so Stimpel. Die Entwickelung im Jugendbereich sieht er positiv. "Wenn wir mit A-, B- und C-Jungs in der Landesklasse spielen, ist das sehr gut."

Was die Spielstätte angeht, sei vor allem die Hege und Pflege des Rasenplatzes ein Kraftakt. Eines der jüngsten Projekte war voriges Jahr der Bau des Kunstrasenplatzes. Die Bedingungen seien sehr gut, auch dank der Unterstützung seitens der Stadt. Eines aber bedauert Stimpel sehr: dass es bisher nicht gelungen ist, die drei Fußballvereine Schneebergs - also Concordia, den Neustädtler SV und den SV Lindenau - unter einen Hut zu kriegen. Er selbst habe zwei Anläufe in diese Richtung unternommen. Ohne Erfolg. Dafür sei der jeweilige Lokalpatriotismus zu stark ausgeprägt. Dennoch ist er sicher, dass an einer Fusion irgendwann kein Weg vorbeigeht - allein schon aus demografischer und finanzieller Sicht: "Es wäre doch schöner, man schließt sich zusammen, wenn man die Dinge noch aktiv gestalten kann und nicht erst, wenn es aus der Not heraus nicht mehr anders geht."

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