Warteliste für Drei-Etappen-Tour

Die 15. Erzgebirgstour der Radsportler wackelt unter der Corona-Pandemie. Trotzdem lässt sich der Cheforganisator zunächst nicht ausbremsen.

Aue.

"Wir haben uns für Mitte Juni eine Deadline gesetzt", sagt Markus Illmann, Vorsitzender des RSV Aue und Cheforganisator der Erzgebirgstour. Bis dahin wollen er und sein Team alles ganz normal vorbereiten und sich nicht ausbremsen lassen. Das dreitägige Straßenradrennen durch das Erzgebirge soll vom 10. bis zum 12. Juli seine 15. Auflage erleben. "Wegen Corona und auch aufgrund der ersten Etappe haben wir die Teilnehmerzahl in diesem Jahr auf 175 begrenzt. Die ist erreicht", sagt Illmann. Wer noch antreten will, muss sich auf die Warteliste setzen lassen - und hoffen.

Mit der ersten Etappe erfüllt sich für die Organisatoren ein lange gehegter Wunsch. "Wir wollten schon ewig mal wieder in Aue starten", so Illmann. Allerdings scheiterte das in den vergangenen Jahren an bürokratischen Hürden, dem richtigen Konzept und schließlich auch an den damit verbundenen Finanzen. In diesem Jahr klappt es: Beim ersten Abschnitt handelt es sich um einen Rundkurs mit Start und Ziel am Hotel "Am Kurhaus" in Bad Schlema. Die Schleife ist zwei Kilometer lang und hat 40 Höhenmeter. 20-mal muss sie von den Startern bewältigt werden. "Die Kurs ist hüglig und für Sprinter durchaus fordernd. Auf den 20 Runden machen vier Sprint- und eine Bergwertung das Rennen zusätzlich schnell", heißt es auf der Homepage des Vereins. Denn Illmann legt seit Bestehen der Erzgebirgstour Wert auf Details. Angelehnt an das große Vorbild Tour de France gibt es verschiedene Trikots, darunter eins für den besten Sprinter. Der Startschuss ertönt am 10. Juli, 19 Uhr.

Auch Etappe zwei ist ein Rundkurs, der allerdings nur dreimal zu absolvieren ist - für Sprinter nicht geeignet, für Bergfahrer umso mehr. Jede der 30 Kilometer langen Runden weist ein Profil mit 626 Höhenmetern auf, Start und Ziel liegen am Ferienhotel Markersbach. Mit 90 Kilometern ist die Etappe eine der längsten, die je bei der Erzgebirgstour angeboten wurde. Auf das einst beliebte Bergzeitfahren verzichtet der RSV nun schon zum zweiten Mal. "Das hat organisatorische Gründe", sagt Illmann. "Das Wochenende war damit einfach zu vollgepackt. Das heißt aber nicht, dass es nie wieder ein Bergzeitfahren gibt."

Die Königsetappe lauert auf die Aktiven zum Schluss. Start und Ziel soll am 12. Juli auf Sachsens höchstem Berg sein. Ursprünglich führte die 71-Kilometer-Strecke über Breitenbrunn, doch die Baustelle in Tellerhäuser machte diesem Kurs einen Strich durch die Rechnung. "Jetzt wünschen wir, dass wir über Tschechien und Bozi Dar fahren können", hofft Illmann. Dafür allerdings müsste die Grenze offen sein. "Sollte das nicht klappen, gehen wir mit der letzten Etappe auf den Sachsenring", so Illmann. www.erzgebirgstour.de

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