Weitenjäger entpuppt sich als Bester der gesamten Titelkämpfe

Internationale Vergleiche blieben Steven Richter in diesem Jahr verwehrt. Dafür stellte der LeichtathletdesLV90Erzgebirge bei der Deutschen Jugend- Meisterschaft einmal mehr seine Klasse unter Beweis.

Gelenau.

Die diesjährigen nationalen Titelkämpfe im Jugendbereich werden den Leichtathleten des LV 90 Erzgebirge noch lange in Erinnerung bleiben - unter anderem wegen des straffen Hygienekonzepts. Laut Sven Lang sei spürbar gewesen, dass die Corona-Fallzahlen am Austragungsort in Heilbronn gerade steigen. "Es herrschte zum Beispiel eine äußerst strenge Maskenpflicht. Wir Trainer mussten sie ständig tragen, die Athleten auch, sofern sie nicht im Einsatz waren", berichtet der Erzgebirger, der auch aus sportlichen Gründen immer gern an diesen Wettkampf zurückdenken wird.

Nie zuvor hat ein LV-90-Athlet nationalen Titelkämpfen so seinen Stempel aufgedrückt, wie dies Steven Richter (Foto) im Norden Baden-Württembergs gelungen ist. "Er war der erfolgreichste Teilnehmer der Meisterschaft", sagt Lang über den Schützling von Christian Sperling, der seinen positiven Trend fortsetzte. Der U-18-Weitenjäger, der auch in den Weltbestenlisten weit vorn zu finden ist, stellte einmal mehr seine Wurfkraft unter Beweis. So triumphierte Richter nicht nur im Kugelstoßen mit 20,55 Metern, sondern mit starken 64,56 Metern auch im Diskuswerfen. "Und das, obwohl die Wettbewerbe kurz nacheinander stattfanden", betont Lang, der dem 17-jährigen Gelenauer auch bei der U-18-Europameisterschaft in Italien viel zugetraut hätte. Da diese jedoch der Pandemie zum Opfer fiel, habe die nationale Jugendmeisterschaft für Richter den Saisonhöhepunkt dargestellt. "Der Diskustitel ist mir viel wert", erklärte Richter anschließend auf der Internetseite leichtathletik.de. "Denn ich war voriges Jahr sehr unsicher." Sechs ungültige Versuche hatte der Gelenauer beispielsweise bei der jüngsten nationalen Winter-Meisterschaft fabriziert, und bei den letztjährigen Freiluft-Titelkämpfen musste er sich auch mit Platz 8 zufriedengeben.

Für sieben weitere LV-90-Starter stand in Heilbronn ebenso der wichtigste Wettkampf dieses Sommers an - und auch sie überzeugten. "Fünf Endkampfplatzierungen und zahlreiche persönliche Bestleistungen: Das kann sich sehen lassen", betont Lang. Weiter als je zuvor warf Florian Schmidt (U 20), der mit Kugel (5./18,01) und Diskus (6./53,26) vorn dabei war. Noch drei Zentimeter weiter flog die Scheibe von Sascha Schmidt, der auf Platz 5 landete. Im Kugelstoßen schaffte es Marc-Aurel Loibl (7./17,46) ins Finale. Und über einen sechsten Platz freute sich in der U 18 Diskus-Spezialistin Larissa Stiehler, die auf 42,17 Meter kam. In der gleichen Disziplin erreichten Rick Schlömilch (9./49,27 m) und Michel Gröper (10./48,42 m) die Top Ten. Dagegen war der Wettkampf für Axel-Sven Gerlach vorzeitig beendet. Ein Muskelfaserriss brach im Vorlauf über 400 Meter wieder auf.

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.