Weitere Verstärkung im Kugelstoßring

Leichtathletik: Jolina Lange weckt beim LV 90 Erzgebirge große Hoffnungen

Gelenau/Chemnitz.

Ein bisschen Gnade hatte Sven Lang dann doch. Weil einige Bundeskader-Athleten seiner Trainingsgruppe einen weiten Weg aus der Heimat zurückzulegen hatten, setzte er die erste Übungseinheit des neuen Jahres nicht für Sonntagmorgen an. Stattdessen bat der Kugelstoß-Trainer des LV 90 Erzgebirge seine Schützlinge erst nach dem Mittag in die Halle des Chemnitzer Sportforums - zu verschiedenen Zeiten natürlich. "Die Bundeskader am Stützpunkt dürfen auch nur in Kleingruppen trainieren", erklärt Lang.

Spitzenreiter, was den Reiseweg angeht, war Katharina Maisch. Knappe 500 Kilometer hatte sie aus dem Süden, von Stuttgart kommend, zurückgelegt, ehe sie in Chemnitz erstmals 2021 zur Kugel griff. Auch in sportlicher Hinsicht hat die junge Dame aus Metzingen beim LV 90 die Spitze im Visier. "Einer der drei Startplätze für Olympia ist für sie definitiv drin", sagt Lang über die 23-Jährige, die eines Tages in die Fußstapfen von Christina Schwanitz treten soll. Ein Jahr nach dem Wechsel zum LV 90 - zu Langs Chemnitzer Trainingsgruppe hatte sie schon deutlich länger gehört - traut der Coach Katharina Maisch schon diesen Sommer starke Auftritte auf internationaler Ebene zu.

Im Fall von Jolina Lange ist der Blick noch etwas weiter in die Zukunft gerichtet. Schließlich ist der neueste Neuzugang des LV 90 erst 15Jahre alt. Allerdings traut Lang auch dieser Wurf-Expertin eine große Laufbahn zu. Obwohl die ehemalige Starterin des TSV Einheit Grimma im Vorjahr noch zum U-16-Bereich gehörte, habe sie sich für die U-18-Weltmeisterschaft Ende August im italienischen Rieti einiges vorgenommen. Neben dem Gelenauer Steven Richter wächst in der Gruppe von Christian Sperling, in der sie seit einem Jahr gezielt gefördert wird, ein weiteres Juwel heran. "Sie hat einfach das richtige Gefühl dafür", sagt Lang über die deutsche Rekordhalterin, die ihre Bestmarke binnen weniger Monate von 12,53 auf 16,96 Meter steigerte. Als Sächsin hatte sie es nicht weit zum Training nach Chemnitz. Trotzdem musste Jolina Lange erst am Montag ran. "Erst da war das Internat geöffnet", erklärt Lang. (anr)

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