Wer kann dem Spitzenreiter das Wasser reichen?

Auf den Fußballplätzen im Erzgebirge herrscht Winterpause. Für "Freie Presse" Gelegenheit zu einem Zwischenfazit - heute zur Kreisliga West.

Aue/Schwarzenberg.

Vor fünf Jahren ist der SV Affalter aus der Fußball-Erzgebirgsliga abgestiegen. Nur vier Tore machten damals den Unterschied zwischen SVA und Oelsnitzer FC. Doch jetzt sind die Affalterer auf dem besten Weg zurück in die erzgebirgische Beletage, denn in der Winterpause stehen sie mit vier Punkten Vorsprung an der Spitze der Kreisliga West.

Zehn Siege, ein Remis, zwei Niederlagen, dazu die beste Abwehr und die dritterfolgreichste Offensive der Liga - der SVA steht mit 31Punkten zu Recht auf Platz 1. Daran soll sich bis Saisonende nichts ändern, wenn es nach Trainer Hans Dumcke geht. "Wir wollen hoch und werden nicht nachlassen." Seit dem Abstieg arbeite man am Wiederaufstieg, so Dumcke, der selbst dabei war, als der SVA den bitteren Weg nach unten antreten musste. Doch trotz hoher Ambitionen habe zuletzt ab und zu die Durchschlagskraft gefehlt. So lief das Aufstiegsrennen meist ohne den SVA. "Diese Saison passt aber bisher alles. Wir sind größtenteils verletzungsfrei, das Team spielt guten Fußball", so Dumcke. Er kann in der Rückrunde auf eine weitere Personalie setzen: Patrick Wendler kehrt nach einjähriger privater Auszeit zurück. Wichtig sei ein guter Auftakt in die Rückrunde, sagt der Coach und warnt vor Stollberg II. "Man weiß nie, wer bei denen aus der Ersten mitspielt." Gegen diese verlor Affalter ein Testspiel 1:4. "Wir werden unsere Hausaufgaben aber machen", sagt Dumcke.

Entschieden ist der Kampf um Platz 1 nicht. Der SV Mittweidatal Raschau-Markersbach (27 Punkte) liegt in Reichweite, aber auch der FSV Zwönitz (26) und die Reserve des FC Lößnitz (24), die als einzige Mannschaft auswärts bislang ungeschlagen ist, haben die Meisterschaft noch nicht abgeschrieben. In Zwönitz hegt man zwar keine offiziellen Ambitionen auf den Aufstieg, wie Trainer Alexander Thost versichert. "Wenn es trotzdem klappt, sagen wir aber nicht nein." Dass der FSV das Potenzial hat, bewies er in der Hinrunde. Auswärtserfolge in Markersbach, Neudorf und beim Primus aus Affalter sowie ein Heimsieg gegen Lößnitz II zeigen, dass mit den Zwönitzern zu rechnen ist. "Wir haben viel am Kader gearbeitet", sagt Thost. "Ich habe 26 statt nur 16 Spieler zur Verfügung." Internes Ziel sei das Zusammenwachsen. Dass seine Mannschaft auch ein anderes Gesicht hat, musste der Trainer bei der 1:8-Pleite in Gornsdorf und beim 2:5 gegen Schneeberg II erfahren. "Es ist ein sehr junges Team und eine enge Liga. Da zahlen wir auch Lehrgeld."

Im Tabellenkeller der Kreisliga wird unter Umständen ein zweiter Absteiger gesucht. Schwierig ist die Lage für die Concordia-Reserve. Nur sechs Punkte holten die Schneeberger bisher und sind mit 64 Gegentoren die Schießbude der Liga. Aber auch Bockau (11), Stollberg II (12) sowie Geyer (12), Gornsdorf (14) und der Lauterer SV Viktoria (16) sind noch nicht gerettet.


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