Wismut-Kicker in heißer Phase

Ein junger Verein will an die BSG-Traditionen des Auer Fußballs erinnern. Für kommende Saison ist ein Team für die 2. Kreisklasse gemeldet.

Grünhain.

Gewissermaßen prominenten Zugang verzeichnet die Staffel West der 2. Fußball-Kreisklasse in der neuen Saison: Die BSG Wismut Aue hat ein Team für den Spielbetrieb gemeldet. Der Verein, der unter diesem klangvollen Namen firmiert, existiert erst knapp vier Monate. Präsident Holger Hasse und seine Mitstreiter haben umso mehr vor.

"Es war letztlich schon sehr ambitioniert, gleich mit einer Mannschaft zu planen. Aber wir schaffen es", ist Hasse sicher, der von 1996 bis 2002 und von 2004 bis 2005 im Profikader des FC Erzgebirge - mithin dem Nachfolger der BSG Wismut Aue - stand. Er kennt sich im Fußballgeschäft also aus. "Trotzdem lerne ich stets dazu", so der 40-Jährige.

Für den Verein, der das Zusammengehörigkeitsgefühl einer ganzen Region bündeln will, erwies sich schon die Suche nach einer Heimstatt als Kraftakt. "Bis wir nach Grünhain kamen." Die Kicker aus der Klosterstadt fusionierten vor Jahren mit dem VfB Beierfeld - somit lag der Platz in Grünhain quasi brach. "Wir sind sehr froh, dass wir aufgenommen wurden und in Kürze einen Vertrag zur Nutzung unterschreiben dürfen", sagt Hasse. Zwei Schnuppertrainings für jedermann zwischen 17 und 40 Jahre sind schon über den Rasen gegangen. Selbst am vorigen Mittwoch. Bei 35 Grad Celsius und gefühlt noch viel mehr lief ein Dutzend Spieler Runde um Runde. Danach gab es Technik- und Taktikeinheiten sowie Gespräche mit Trainer Jens Zimniok. "Ein Glücksgriff", sagt Kai-Jörg Kaulfuß vom Vorstand. Zimniok kickte bis 2011 etwa bei Zwönitz und Stollberg in der Bezirksklasse sowie bei Fortuna Chemnitz und Lößnitz in Landes- und Bezirksliga. Als Trainer betreute er Lößnitz II und Zwönitz. Geboren ist der 48-Jährige in Schlema und in Aue aufgewachsen. "Der BSG und der Region bin ich sehr verbunden", so der Burkhardtsdorfer. Eine Mannschaft aus dem Nichts aufbauen - das hat er noch nie erlebt. "Ein spannendes Projekt." Noch sei der Kader nicht komplett. "Wir müssen sehen, wie sich das Team findet."

Schon verpflichtet sind mit Chemajlstaf Kameraj (28) aus Aue und Robin Pollmer (25) aus Schneeberg zwei Spieler, die in der Region sowie in Ober- und Verbandsliga bereits einige Stationen hinter sich haben - etwa in Aue, Zwickau, Schwarzenberg, Lößnitz und Plauen.

Das erste Versprechen ist mit der Meldung einer Mannschaft für den Spielbetrieb eingelöst. "Alles andere ergibt sich", sagt Hasse. Das bedeutet für alle Mitstreiter auch, Klinken zu putzen um Spieler und Sponsoren zu gewinnen. "Jeder, der Lust auf Fußball hat, ist bei uns herzlich willkommen", betont Kaulfuß.

 

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