Zschopauer lassen in Bayern große Chance liegen

Volleyball, Dritte Liga Ost: VC-Herren unterliegen 1:3 bei geschwächtem Gegner

Friedberg/Zschopau.

Endlich mal eine Überraschung - das hatte sich Andreas Richter gewünscht. Doch wieder wurde der Trainer der Drittliga-Volleyballer aus Zschopau enttäuscht. "Dabei wäre für uns auf jeden Fall etwas drin gewesen", sagt der Coach über die in seinen Augen vermeidbare 1:3-Niederlage beim TSV Friedberg. Dass die bayrischen Gastgeber in der Dritten Liga Ost an zweiter Stelle rangieren, war an diesem Samstagabend nicht zu spüren. "Der Gegner war schwächer als erwartet, weil krankheitsbedingt zwei wichtige Stammkräfte nicht mit dabei waren", so Richter. Doch sein Team konnte aus dem Fehlen des Außenangreifers und des Mittelblockers kein Kapital schlagen. Denn auch der Tabellenneunte aus der Motorradstadt hatte mit einigen Personalsorgen zu kämpfen.

Mit Florian Haase fehlte auch beim VC ein Mittelblocker. Zwar wechselten sich Nils Kindl, Marco Preißler und Alexander Kunert auf dieser Position ab, doch so richtig konnten die Gäste diesen Ausfall auf der Mitte nicht kompensieren. Dies allein sei aber nicht ausschlaggebend für die Niederlage gewesen, wie der Trainer betont: "Mehrere Spieler haben es nicht geschafft, an ihr Leistungslimit heranzukommen." Vor allem mit dem verschlafenen Beginn war Richter unzufrieden. Vom Zschopauer Block prallten die Bälle zu oft ins Aus oder auf den Boden. Und gelangten sie etwas weiter nach hinten, bekam die Feldabwehr sie nur selten unter Kontrolle. "Das war zu statisch", hadert der Zschopauer Trainer, der zudem technische Fehler bemängelte.

Gegen eine keineswegs überzeugende Friedberger Mannschaft gaben die VC-Herren den ersten Satz mit 23:25 ab, den zweiten sogar mit 18:25. Doch dann keimte Hoffnung auf bei den Gästen, denn im dritten Durchgang spielten sie so, wie Richter sich das vorgestellt hatte. Die Bedingungen in der spärlich besuchten Halle gaben es ja auch her. "Es waren kaum 50 Zuschauer vor Ort. Da kann man als Mannschaft schnell mal Stimmung machen und das Momentum auf seine Seite bringen", sagt Richter, der sich über das 25:20 aber nur kurz freute. Aufgrund von zwei Aufschlagserien der Gastgeber gerieten die Erzgebirger rasch im vierten Satz rasch mit 5:9 ins Hintertreffen. "Friedberg war danach zu konstant, um das Spiel zu drehen", sagt Richter, der die Niederlage allerdings am schwachen Start seiner Mannschaft festmacht: "Die Chance auf einen möglichen Tiebreak haben wir uns in den ersten zwei Sätzen selbst verbaut." (anr)

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