Zschopautaler bleiben vom Punkt cool

Im Erzgebirgspokal haben sich fast überall die Favoriten durchgesetzt. Eine Ausnahme stellt der Sieg des BSV Eintracht gegen den Oelsnitzer FC dar.

Wiesa.

Im Achtelfinale des Fußball-Erzgebirgspokals sind Überraschungen größtenteils ausgeblieben, die Favoriten haben sich auf fast allen Plätzen durchgesetzt. Eine positive Ausnahme gab es aus Sicht der Fußballfans im Altkreis mit dem BSV Zschopautal aber doch.

Die Eintracht-Kicker, die in der Kreisliga auf Punktejagd gehen, setzten sich gegen den Zweiten der Erzgebirgsliga, den Oelsnitzer FC, nach 120 Minuten und einem Elfmeterschießen mit 5:3 (1:0, 1:1) durch. Der Erfolg war nicht unverdient, wie BSV-Trainer Patrick Salzer nach der Partie sagte: "Unter dem Strich geht das Ergebnis so in Ordnung. Wir hatten etwas mehr Spielanteile und wenn wir unsere Chancen besser nutzen, sind wir schon nach 90 Minuten fertig." Willy Hähnel besorgte nach 25 Minuten die Führung für die Gastgeber, die es danach aber verpassten, den Abstand zu vergrößern. In der zweiten Halbzeit wachten die Gäste, deren Trainer Jan Heuschkel insgesamt fünf Spielern aus dem Nachwuchs Einsatzzeit verschaffte, dann aber auf und kamen zum Ausgleich. "Es ging hin und her, beide Teams hatten ihre Chancen", so Salzer. Nur Tore wollten weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung gelingen, sodass die Entscheidung vom Elfmeterpunkt fallen musste. "Und diese Lotterie haben wir für uns entschieden", sagt der BSV-Trainer, der dabei natürlich explizit seinen Torwart Tony Unger lobt. "Er hat ja nicht nur im Elfmeterschießen seine Klasse gezeigt, sondern uns auch während der Partie schon das eine oder andere Mal im Spiel gehalten", erklärt Salzer, der hofft, dass seine Elf den Schwung mit in die Liga nehmen kann: "Man muss aufpassen, sonst steckt man ganz schnell unten drin. Aber wir haben heute gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist."

Ebenfalls eine Runde weiter ist der VfB Annaberg, der sich nur eine Woche nach dem 6:2-Liga-Erfolg erneut mit Eintracht Bermsgrün messen musste, diesmal allerdings auf fremdem Platz. Mit 3:0 erledigten die Kreisstädter ihre Aufgabe erneut mit Bravour, wie Daniel Mannsfeld sagt. "In der ersten Halbzeit war es eine souveräne Vorstellung. Mit der zweiten bin ich aber nicht ganz einverstanden", so der VfB-Coach. Die ersatzgeschwächten Gastgeber, die ohne Auswechselspieler antraten, hätten seiner Mannschaft alles abverlangt. "Im zweiten Abschnitt hatten wir teilweise etwas Glück. Aber am Ende sind wir verdient weitergekommen, das zählt."

Für die SpVgg Neundorf/Wiesenbad ist die Pokalsaison dagegen nach dem 1:3 gegen den Erzgebirgsligisten aus Sosa beendet. Die Elf von Trainer Mirko Schneider hielt die Partie zwar lange offen. Mehr als der Ehrentreffer kurz vor dem Abpfiff durch Vitalij Panov sollte dem Außenseiter aber nicht gelingen.

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