Zschopautaler zeigen sich hundertprozentig effektiv

Drei Chancen, drei Tore. Das Derby in der Fußball- Erzgebirgsliga ist aus Sicht der Trainer gerecht gelaufen. Arg hat es zudem den VfB Annaberg erwischt.

Annaberg-Buchholz/Crottendorf.

Mit den Plätzen 7 (Annaberg), 9 (Crottendorf) und 12 (Zschopautal) haben sich die Mannschaften der hiesigen Vereine im mittleren und unteren Feld der Erzgebirgsliga-Tabelle eingepegelt. Am Wochenende durfte davon nur eine Elf jubeln.

BW Crottendorf - BSV Zschopautal 1:3 (0:2). Das Resultat ist das Ergebnis der besseren Arbeit. Und diese lieferte Zschopautal ab. "Wir haben jedenfalls die erste Halbzeit komplett verpennt", ließ Crottendorfs Trainer Daniel Mannsfeld seinem Unmut freien Lauf. Dagegen nahmen die Gäste die Zweikämpfe an, passten bei den Standards gut auf und zogen damit den Blau-Weißen irgendwie den Zahn. Hinzu kam, dass jeweils nach guter Vorarbeit von Eric Häßler erst Philipp Nyirenda und dann Dusan Mirga die einzigen Gelegenheiten der Wiesaer sogleich in Tore ummünzten. "Zwei Chancen, zwei Treffer. Das war perfekt, zumal wir wirklich sehr wenig zugelassen haben", sagte Zschopautals Trainer Mirko Schneider sehr erfreut. Dagegen ist es in der Kabine der Gastgeber etwas lauter zugegangen, zumindest legten sie nach der Pause nicht nur eine Schippe drauf. Der Laufaufwand wurde besser, die Bereitschaft insgesamt auch. Deshalb gerieten die Gäste zunehmend unter Druck. Gleich recht, als Julian Bretschneider das 1:2 gelang und damit der Hoffnungsfunke noch stärker zu Glimmen begann. Da waren bei Zschopautal Reisdorf und Vaculik bereits angeschlagen vom Feld gegangen, das Derby aber blieb stets im Rahmen. "Wir wussten, was in Crottendorf auf uns zukommt", so Schneider. Doch obwohl die Gastgeber, die sich einen Handelfmeter erhofft hätten, den Ausgleich nicht schafften und am Ende noch einen Konter zum 1:3 kassierten, sprachen beide Verantwortlichen von einem gerechten Resultat. "Die Niederlage war zwar völlig unnötig, aber wir haben den Anfang eben verpennt", so Mannsfeld. Dies untermauerte Schneider, der sichtlich zufrieden klang. Kein Wunder, nähert sich seine Elf doch langsam dem Mittelfeld und hatte in Eric Häßler den auffälligsten Mann auf dem Platz.

Tore: 0:1 Nyirenda (9.), 0:2 Mirga (39.), 1:2 Bretschneider (68.), 1:3 E. Häßler (88.); S: M. Kraus (Krumhermersdorf); Z: 105

VfB Annaberg - SV Dittmannsdorf/W. 0:5 (0:2). "Die Tiroler haben all das demonstriert, was wir uns vorgenommen hatten. Laufbereitschaft, Zweikampfstärke, schnelles Umschaltspiel. Bei uns darf man hingegen von einer desolaten Leistung sprechen", sagte Annabergs Trainer Nico Bazan. Er selbst nahm sich von der Kritik nicht aus: "Ich habe wohl zu sehr experimentiert." Die Gegner jedenfalls nutzten die Unsicherheit in den VfB-Reihen und zeigten, weshalb sie um den Staffelsieg mitspielen. Einzig die vergebene Chance von Tom Reuter, dem allein vor Dittmannsdorf-Keeper Ciz die Nerven flatterten, hätte die Partie kippen können. "Es wäre das 1:0 gewesen. Aber wir hatten vorher schon Glück, dass ein Tor nicht für die Gäste gegeben wurde. Die waren einfach besser."

Tore: 0:1 Fritzsch (13.), 0:2 Schmidtchen (40.), 0:3 Hänel (64.), 0:4/0:5 Ryant (68./87.); S: R. Pechstein (Breitenbrunn); Z: 90

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