Zum Jubiläum gibt's drei Punkte

Nicole Sobe betreut mit ihrem Bruder die Anzeigetafeln im Auer Erzgebirgsstadion. Das Spiel gegen Bielefeld war für die 34-Jährige ein besonderes.

Aue.

Ihre Premiere hat Nicole So- be beim Zweitliga-Fußballspiel am 13. August 2004 gegen 1860 München erlebt. Damals betreute die Auerin erstmals die Videowand im Erzgebirgsstadion. Der 1:0-Sieg am Sonnabend über Arminia Bielefeld war das 250. Ligaspiel, bei dem sie sich seither in den Dienst ihres Lieblingsvereins stellte.

"Die Anzeigetafel hatte der Verein damals von Schalke geholt", erinnert sich die FCE-Anhängerin, die durch ihren Bruder in diese Aufgabe "hineinrutschte". Jens Sobe hatte im Auftrag von Jürgen Beyer, der ein Computergeschäft in Lößnitz betrieb, schon für die vorherige Anzeige ein Programm geschrieben. "Mit Jürgen und seiner Familie waren wir befreundet, und so ist das Ganze entstanden", berichtet Nicole Sobe. Als Beyer starb, übernahm Jens Sobe zu Ostern 2003 erstmals die Betreuung der Anzeigetafel bei einem Pflichtspiel des FCE. Auch sie habe in dieser Zeit schon die eine oder andere Animation und Grafik gebastelt. Richtig eingestiegen ist sie dann nach dem "Umzug" der Schalker Videowand. "Nun komme ich auf insgesamt 250 Ligapartien", sagt die 34-Jährige . Diese setzen sich laut ihrer Rechnung aus 249 Punktspielen und einem Relegationsduell zusammen. Von Enrico Barth, bei den Veilchen fürs Marketing zuständig, gab es dafür eine kleine Anerkennung. "Eine FCE-Laterne", freut sich Sobe.

Noch mehr freut sich das Team, zu dem neben Nicole und Jens Sobe Stadionsprecher Mario Dörfler gehört, über die tollen Bedingungen im neuen Stadion. Von den Abläufen her habe sich indes wenig verändert. "Als ich angefangen habe, hat die Anzeigetafel auch schon über einen Rechner funktioniert", erklärt Nicole Sobe. "Wir haben jetzt aber deutlich mehr Platz, und die Technik ist moderner." Vieles wird bereits im Vorfeld der Partien erledigt, denn alles muss in den Rechner eingespeist werden. "Das Programm hat Jens selbst entwickelt. Eine neue Version ist in Arbeit", berichtet Nicole Sobe, deren Bruder Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist. Entspannt gehe es während der Spiele nie zu - egal, was auf dem Rasen passiert. "Es ist aber ein schöner, ein angenehmer Stress." Ein bisschen Kreativität ist ebenfalls gefragt. So stammt vom Trio die Idee, bei Spielerwechseln eine Schachtglocke ertönen zu lassen und das Schichtwechsel zu nennen. Beides kommt bei den Fans bestens an und macht das Erzgebirgsstadion noch ein bisschen mehr zum "Schacht".

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...