Zum vorletzten Mal geht es am Graben entlang

Seine 29. Auflage erlebt der Röhrgrabenlauf in Ehrenfriedersdorf, doch das Ende naht. Daran will dieses Jahr allerdings noch niemand so recht denken.

Ehrenfriedersdorf.

Die Zehn-Kilometer-Runde durch das Greifensteingebiet ist legendär. Zumindest für diejenigen, die sich dem Sport in freier Natur verschrieben haben. Am Sonnabend könnte es jedoch sein, dass sie zum vorletzten Mal die Läufer aus vielen Teilen Deutschlands nach Ehrenfriedersdorf lockt, denn nach Nummer 30 soll Schluss sein. Der 29. Auflage des Rennens tut dies jedoch keinen Abbruch.

"Wir planen alles wie in den vergangenen Jahren. Die Strecke bleibt gleich, wie immer muss sie von den Startern des Hauptlaufs zweimal absolviert werden", sagt Thomas Richter vom Turn-, Touristik- und Leichtathletikverein Ehrenfriedersdorf. Dieser organisiert zusammen mit dem LSV Waldfrieden Thum den Lauf, der stets an die 300 Kinder und Erwachsene anlockt. Für dieses Jahr hoffen die Ausrichter auf eine ähnlich hohe Zahl. "Da im Bereich des Starts gebaut wird, weil dort ein Wohngebiet erschlossen wird, könnte es eine kleine Abweichung geben. Ansonsten aber geht es auf die den Läufern bekannten Runden", macht Richter deutlich. "Und wie immer verläuft ein Teil am historischen Röhrgraben entlang. Und wie immer sorgen wir für das Wohl der Teilnehmer und Zuschauer", versichert Thomas Richter.

Wie in den vorherigen Jahren hat er als einer der Hauptorganisatoren rund 70 Helfer zu koordinieren. Diese teilen die Teilnehmer im Greifensteinstadion der Bergstadt in die angegebenen Strecken ein - untergliedert nach Länge, Alter und Geschlecht gibt es Vergleiche in nahezu 60 Wertungsklassen. Als Titelverteidiger sind über die 20 Kilometer Stefan Seidel von der SG Adelsberg und die aus Ehrenfriedersdorf stammende Sindy Kermer gelistet. Die junge Frau wohnt jetzt in Leipzig, kommt aber immer gern in ihre Heimat zurück. 1:27:24 Stunden benötigte sie zuletzt nach dem Röhrgrabenlauf, den sie 2018 zum vierten Mal in Serie gewinnen konnte. Sie war damit rund sieben Minuten schneller als ihre ärgste Verfolgerin. Deutlich weniger Vorsprung hatte Stefan Seidel, der als Bester nach 1:17:33 Stunden rund 15 Sekunden vor Marco Häßler vom SC Norweger Annaberg das Ziel des Hauptrennens erreichte. Ob die beiden ihre Titel tatsächlich verteidigen, ist noch nicht hundertprozentig klar.

Bis zum jetzigen Mittwoch läuft die offizielle Meldefrist noch, doch Kurzentschlossene dürfen sich bis eine Stunde vor dem Start in die Teilnehmerlisten eintragen. Die Ergebnisse gehen in die Wertungen des Westsachsen- und des Chemnitz-Cups ein.

Zeitplan 29. Röhrgrabenlauf: 12.15 Uhr Start der Kinderläufe über 1 und 1,5 Kilometer; 13 Uhr Start Hauptläufe über 5, 10 und 20Kilometer sowie zum Walking

www.lsv-waldfrieden-thum.de

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