Zwei Kicker mit vielen Gemeinsamkeiten

Vom CFC führte der Weg von Marcel Schlosser und Sebastian Schmidt über Umwege zum VfB Auerbach. Gelernt haben sie das Fußball-ABC jedoch beim TSV Pobershau, wo sie nun wieder einmal vorbeischauten.

Pobershau.

Kaum jemand strahlte beim Fußballspiel des FSV Motor Marienberg gegen den VfB Auerbach so sehr wie Marcel Schlosser und Sebastian Schmidt. Schließlich waren beide VfB-Kicker endlich wieder zuhause. Neben dem gemeinsamen Heimatort Pobershau, wo die Partie anlässlich des 13. Bergfestes stattfand, vereint die beiden Kicker noch viel mehr. Beide sind auf der linken Seite des Spielfeldes zuhause und erlebten einen ähnlichen sportlichen Werdegang, der sie schließlich ins Vogtland führte.

Mit 32 Jahren ist Schlosser deutlich älter als Schmidt (24), doch beide entdeckten als Kinder quasi vor der Haustür ihre Leidenschaft fürs Kicken. Schlosser wohnte neben dem Wildsbergstadion und war immer, wenn es nur ging, auf dem Rasen. Selbst beim Training der Männer fragte er, ob er mitspielen darf. Bis zum Alter von 14 Jahren war er für den Nachwuchs im Ort aktiv, dann wechselte er nach Chemnitz und schaffte es bis in die erste Mannschaft des CFC. Nach Zwischenstationen beim 1. FC Magdeburg und Carl-Zeiß Jena fand der Linksfuß vor fünf Jahren beim VfB Auerbach seine sportliche Heimat. Als Mannschaftskapitän geht der offensive Mittelfeldspieler, der schon viele Tore für den Regionalligisten erzielte, inzwischen voran. "Der VfB ist in meiner Laufbahn der bisher beste Verein, ich fühle mich hier absolut wohl. Ich wohne auch in der kleinen Vogtlandstadt, habe dort Arbeit und möchte noch zwei, drei Jahre in diesem gut geführten Verein spielen", so der Freistoßspezialist.

"Wir sind alle Amateure, trainieren viermal die Woche 17 Uhr unter Trainer Sven Köhler, der uns sachlich und kompetent coacht", sagt Schlosser. Nach drei Auftaktniederlagen konnten er und sein Team mit einem Sieg beim Absteiger in Cottbus den Bock umstoßen, seither läuft es. Anteil daran hat auch Linksverteidiger Sebastian Schmidt, der bis zur 6. Klasse beim TSV 1872 Pobershau spielte. Nach einem Sichtungsturnier wechselte er 2007 zum Chemnitzer FC, wo er alle Jugendklassen durchlief. Mit 18 war der Erzgebirger Stammspieler in der zweiten Mannschaft der Himmelblauen, dann ging er zum Goslarer SC und anschließend zur SV 07 Elversberg. Seit zwei Jahren spielt Schmidt nun für Auerbach in der Regionalliga Nordost. Auch ihm gefällt es dort gut. "Hier geht es angenehm familiär zu, wobei natürlich auch die Leistungen stimmen müssen, denn wir wollen auch das achte Jahr in der Liga bestehen", sagt der 24-Jährige, der in Chemnitz wohnt und Lehramt studiert. Beim Testkick gegen Marienberg wurde er wegen einer Fußverletzung geschont. "Die Liga steht nun mal im Vordergrund", sagt Schmidt, der sich dennoch über das Wiedersehen mit vielen Bekannten freute. Auch Schlosser hatte nach seinen beiden Toren beim 5:2-Sieg viele Hände zu schütteln, denn er ist wesentlich seltener in seiner alten Heimat als Schmidt. Obwohl er tags darauf schon 6 Uhr auf Arbeit sein musste, war der VfB-Kapitän schwer in den Bus zu kriegen.

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