Zwönitzer Männer lassen Böhlenern keine Chance

Drei der vier Vertreter der Region in der Handball-Verbandsliga haben zum Saisonauftakt verloren. Sachsenliga-Absteiger HSV machte Nägel mit Köpfen.

Aue/Schwarzenberg.

Die Frauen des SV Schneeberg, Aufsteigerinnen zur Handball-Verbandsliga, haben einen positiven Saisonauftakt verpasst und bei der SG Lok Wurzen mit 22:23 (11:14) verloren. Trainer Sascha Thieme musste diesmal auf vier Aktive verzichten, wollte mit seinem Team aber dennoch etwas Zählbares mit nach Hause nehmen. Nach ausgeglichener Phase (6:6) sah sich der Coach beim 6:10 zu einer Auszeit veranlasst. Das wirkte zwar, doch schlechte Chancenverwertung führte zum Drei-Tore-Pausenrückstand. Als Lok 20:14 führte, schien alles gelaufen. Der SVS aber schaffte das 22:22, nutzte aber eigenen Ballbesitz nicht zum Siegtor. Das gelang dann den glücklichen SG-Damen. Thieme: "Wir haben auf allen Positionen noch Reserven. Aber die kämpferische Einstellung stimmt."

Schneeberg: Keßler, Heindel; Mandel (7/3), Albert (5/3), Prochnow (2), Martin (1), Dörfel (6), Bamler (1), Putzker. (stl)

Für die Frauen der SG Raschau-Beierfeld ist die weite Fahrt zum Saisonstart nicht mit einem Erfolgserlebnis belohnt worden. Das Team unterlag bei der TSG Schkeuditz mit 21:23 (9:12). Erneut hat sich in der Vorbereitung die Personalsituation gravierend verändert. Das neu formierte Team startete gut (7:7), leistete sich dann jedoch Abwehrschwächen und hatte zudem Verletzungspech. Nach der Pause zog die SG sofort an. Mit viel Kampfgeist und guten Einzelaktionen gelang schnell das 12:12, und lange blieb alles offen (17:17). Die aggressive Spielweise der TSG beeindruckte die Erzgebirgerinnen, bei denen die Konzentration nachließ, so dass sie einige Großchancen sowie Siebenmeter nicht nutzten. Dies sollte sich am Ende als spielentscheidend erweisen.

Raschau-Beierfeld: Röder; Jampe (3), Neubert (3/3), Laura Groschupp, Döscher (4/2), Demmler (5), Lydia Groschupp (4), Freitag, Ulbricht (2). (aweb)

Die Männer des Zwönitzer HSV sind gut ins Punktspieljahr gestartet. Gegen den HV Böhlen, in der vorigen Saison Verbandsliga-Siebenter, gab es einen 34:26-Heimsieg (16:10) für den Sachsenliga-Absteiger. Nach anfänglichem Abtasten zogen die Gastgeber Mitte der ersten Hälfte davon, hatten zur Pause schon ein richtungsweisendes Polster. "Das hat heute insgesamt gut funktioniert. So konnte ich auch einiges im personell-taktischen Bereich tun", sagte Trainer Frank Riedel, der auf drei Akteure verzichten musste. Die Frage, wie Kreisläufer und Abwehrstratege Vaclav Kotesovec sich nach einjähriger Verletzungspause präsentiert, beantwortete der 29-jährige Tscheche, als er gleich das erste Anspiel zum 1:0 nutzte. Auch in der Defensive standen die Zwönitzer kompakt gegen letztlich chancenlose Böhlener, die einen zweistelligen Rückstand gerade so verhinderten.

Zwönitz: Kerner, Hannawald; Viehweger (1), Brecko (4), Franke, Maurer (3), Schmidt (5/2), Hartenstein (5), Langer (2), Becher (2), Löb-ner (8), Kotesovec (4). (bral) Einen "gebrauchten Tag" erwischten laut Trainer Steffen Kühnel die Männer des SV Schneeberg, die bei Lok Leipzig Mitte mit 24:37 (12:18) verloren. Nur bis zum 3:3 hielten die Gäste mit. "Wir haben den Saisonstart total verpatzt, wurden nach guter Vorbereitung auf den Boden der Tatsachen geholt", so der Coach. Er sah, dass sein Team Probleme mit dem dynamischen Spielaufbau hatte und in der Abwehr fast immer einen Schritt zu spät kam. "Leider zog sich auch die katastrophale Chancenverwertung wie ein roter Faden durch unser Spiel." Zudem hatten die jungen Leipziger auch stark haltende Torhüter. Kühnel: "Es gibt für uns noch viel zu tun, um das Saisonziel Klassenerhalt zu schaffen."

Schneeberg: Helbig, Treuter: Reinhold (5), Sippel, Boericke (1), Otto (1), Görner (1), Kolbe (1), Unbehauer (3), Sobieraj (4), Lieberei (4), Herholz (4). (stl)

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