Zwönitztaler feiern vor großer Kulisse gelungenen Einstand

Vor 800 Zuschauern an der Freilichtbühne "Werner Seelenbinder" in Artern haben die Zweitliga-Ringer des RV Thalheim zum Saisonauftakt mit 15:12 gewonnen. Ein Nachholkampf ist nicht notwendig.

Artern.

Für einen würdigen Rahmen "unter freiem Himmel" haben am Samstagabend 800 Zuschauer auf der "Werner-Seelenbinder"-Freilichtbühne im Salinepark von Arten gesorgt. Zum Auftakt der neuen Serie der 2. Bundesliga, Staffel Nord, setzte sich der RVT in neun Kämpfen 15:8 gegen die Gastgeber vom AC Germania durch. Somit wird auch der Nachholkampf für den bei der Junioren-WM im Einsatz befindlichen Benjamin Opitz hinfällig. Vier Zähler gingen kampflos aufs AC-Konto - zum 15:12-Endstand.

Bereits im Laufe des Abends hatten die Gäste aus dem Erzgebirge eindeutig mehr zum Jubeln. Dabei war das Team von Chef-Trainer Steffen Richter nicht einmal optimal besetzt: Der polnische Neuzugang fürs leichteste Limit, Kordian Skrzynski, musste kurzfristig erkrankt passen. Routinier Patrick Baumann half im eher ungeliebten Stil aus und kam nach anfänglichen Schwierigkeiten noch zu einem knappen Punktsieg über den jungen Tim Salzmann. Einen weiteren der insgesamt fünf RVT-Triumphe, von denen drei vorzeitig gelangen, heimste eine Gewichtsklasse höher überraschend Peter Haase ein. Zunächst punktete Arterns Youngster Analuk Eisenhardt am Boden. Den folgenden Versuch eines Aushebers konnte der in diesem Jahr sportlich nicht gerade vom Glück gesegnete Drei-Tannen-Städter abfangen und den Germanen auf beide Schultern drücken. Auch Dawid Takunow (66 kg/Freistil) drehte im zweiten Kampfabschnitt mächtig auf und dominierte gegen Ende eindeutig. Volle vier Zähler wanderten zum RVT, womit zur Pause (10:4) die beiden Niederlagen in den oberen Limits kaum ins Gewicht fielen.

Einen ordentlichen Einstand lieferte auch der Neuzugang im klassischen Halbschwergewicht aus Ungarn, Erik Szilvassy. Sein Gegenüber, Tschechiens Nationalkader Oldrich Varga, hatte Vorgänger Petr Novak in Thalheim 2015 noch geschlagen. Diesmal aber drehte Szilvássy den Spieß für die Tannenstädter um und gewann beim 2:2 aufgrund der höheren Wertung. Und weil Alexander Grebensikov (66 kg/klassisch) nur reichlich zwei Minuten zur technischen Überlegenheit benötigte, war der Auswärtssieg beizeiten in trockenen Tüchern. Da beide Weltergewichtsduelle 2:0 für die Heimmannschaft endeten, konnte seitens der Thalheimer beim Stand von 15:8 auf den ausgesetzten Vergleich verzichtet werden.

"Die Kulisse und die Stimmung waren großartig, das Wetter hat gepasst. Für uns natürlich ein guter Einstand, auch angesichts der anderen Ergebnisse in der Staffel, die sicher sehr hart wird. Einige taktische Dinge müssen noch besprochen werden, ansonsten sah das gut aus", sagte der mitgereiste Thalheimer Vereinschef Holger Hähnel nach dem Abend in Thüringen.

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