Abstiegskampf steht vor der Tür

Die Rollstuhlbasketballer aus Zwickau sind in München mit einer Pleite ins Wochenende gestartet. Doch vor heimischer Kulisse gelang ihnen gegen Sankt Vith die sofortige Wiedergutmachung.

Mosel.

Die Rollstuhlbasketballer des BSC Rollers Zwickau haben am Wochenende zwei Gefühlswelten durchlebt. Auf eine unglückliche 63:80 (30:46)-Niederlage bei RBB Iguanas München am Samstag folgte beim Nachholspiel gegen die Roller Bulls Ostbelgien aus Sankt Vith am Sonntag eine prompte Antwort. Mit 72:42 (37:17) fegten die Zwickauer ihre Gäste aus der Halle.

Obwohl die Antwort auf die Niederlage unmittelbar erfolgte, kam der Sieg als solches doch etwas zu spät. Die Mannschaft von BSC-Trainer Marco Förster muss trotz des Erfolges in den Abstiegs-Runden, den sogenannten Play-downs, um einen Verbleib in der 1.Bundesliga kämpfen. Die Plätze 7 bis 10 spielen nach Ende der Saison zwei Absteiger in die 2.Bundesliga aus. Gespielt wird im Modus jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel. Die Ergebnisse der vier Play-down-Teilnehmer untereinander aus der Spielzeit werden dabei übernommen und fließen mit in die Tabellenrechnung ein. Durch den Sieg über Ostbelgien gehen die Zwickauer folglich mit einem Punktepolster in den Abstiegskampf.

"Wir müssen nun den schweren Gang in die Play-downs hinnehmen", so Trainer Förster. Das wollte er eigentlich vermeiden. "Natürlich haben wir uns das anders vorgestellt. Nun ist es aber so und wir müssen uns der Herausforderung stellen", so Förster.

Vor dem Spiel in München hatten die Zwickauer ihr Schicksal noch in den eigenen Händen. Bei einem Sieg wären die aussichtsreichen Play-offs immer noch drin gewesen. Doch die Bayern starteten gut in die Partie und stellten bereits im zweiten Viertel die Weichen für einen Heimsieg. "Wir haben einfach nicht ins Spiel gefunden. Dann kam noch hinzu, dass Iguanas eine überragende Trefferquote hatte und einfach alles traf", so Förster. Zusätzlich geschwächt wurde der BSC durch den Ausfall von Frank Oehme, der sich nach einem Zusammenprall eine Verletzung im Gesicht zuzog und nicht weiterspielen konnte.

Doch auch wenn nach der bitteren Niederlage Gewissheit über einen Abstiegsplatz bestand, war das Spiel gegen die Roller Bulls aus dem belgischen Sankt Vith nicht zu unterschätzen. "Ostbelgien war ein Vier-Punkte-Spiel. Es war ungeheuer wichtig, dass wir die Partie gewinnen, um uns eine gute Ausgangsposition für die Play-downs zu verschaffen", so Förster.

Generell schien die Partie gegen die Belgier nie ernsthaft Gefahr zu laufen, aus der Hand gegeben zu werden. Bereits nach Ablauf des ersten Viertels hatten sich die Zwickauer eine komfortable 18:9 Führung erspielt. Diese erhöhte sich im zweiten Viertel auf ein 37:17. "Man hat einfach gesehen, dass wir nach dem München-Spiel unbedingt eine Reaktion zeigen wollten", sagt Förster.

Statistik BSC Rollers gegen Iguanas München: Skucas (25), Ciaplinskas (10), Kenyon (8). Pohlmann (8), Buso (6), Oehme (6); BSC Rollers gegen Roller Bulls Ostbelgien: Skucas (23), Ciaplinskas (19), Buso (13), Kenyon (11), Gehse (4), Pohlmann (2)

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