Ärgern alleine reicht nicht aus

In der zweiten Runde des Kreispokals haben sechs Westsachsenligisten die Segel gestrichen. Ein Kreisklasse-Vertreter ist im Achtelfinale dabei.

Crimmitschau.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Und so haben am Wochenende im Kreispokal einige Außenseiter mit den Einzug ins Achtelfinale geliebäugelt. Doch nicht jeder Favorit, der geärgert wurde, kam letztlich auch zu Fall.

Einen kleinen Schock verpasste der FC Crimmitschau seinen Gästen aus der Kreisliga. Nach einem Tor von Patrick Flemming in der 69. Minute hatte der SV Muldental Wilkau-Haßlau schon Kurs Richtung Achtelfinale genommen - die Rechnung aber zunächst ohne Tobias Ullrich gemacht. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit traf die Nummer 14 des Vertreters aus der 1.Kreisklasse zum Ausgleich und erzwang die Verlängerung. Doch nur drei Minuten nach deren Beginn brachte David Wallussek die Gäste erneut in Führung. Diesmal agierte Wilkau-Haßlau souverän. Selbst ein Platzverweis (109. Minute) änderte nichts mehr am Ergebnis. Im Gegenteil: Trotz Unterzahl legten die Gäste noch zwei Treffer nach.

Einheit Kändler aus der 1. Kreisklasse ärgerte zu Hause mit dem FC Sachsen Steinpleis-Werdau sogar einen Kreisoberligisten. Zumindest in der ersten Hälfte, nach der es 2:2 stand. "In der Pause habe ich dann gesagt, dass wir das Tempo höher halten müssen, um Chancen herauszuspielen. Das war in der ersten Hälfte zu pomadig", sagte FC-Trainer Matthias Lange. Seine Spieler hörten gut zu und trafen im zweiten Durchgang zehnmal.

Mit dem LSV Thierfeld hat es zumindest ein Verein aus der 1. Kreisklasse ins Achtelfinale geschafft. Allerdings nichts als Außenseiter, denn die Thierfelder als Spitzenreiter setzten sich im liga-internen Duell gegen den Elften FC 02 Zwickau zu Hause mit 4:2 durch. Für eine Überraschung sorgte Kreisligist ESV Lok Zwickau II, der den TSV Crossen aus der Westsachsenliga mit 2:1 besiegte. Erst in der 90. Minute glich Crossen die Partie aus, doch Luke-Leon Neuper wendete eine Verlängerung mit seinem späten Treffer ab. "Das war gegen Ende des Spieles filmreif", sagte Lok-Kapitän Markus Parthy, dessen Team von vier Spielern aus der ersten Mannschaft (Sommer, Neuper, F.Mattaeus und Röder) verstärkt wurde.

Mit den beiden Mülsener Vereinen Blau-Gelb und St. Niclas sowie Thurm, Glauchau II und Schönfels schieden fünf weitere Kreisoberligisten aus, wobei Thurm (gegen Neukirchen) und St. Niclas (gegen FSV Limbach-Oberfrohna) gegen andere Westsachsenligisten antraten. Die Achtelfinal-Auslosung findet im Rahmen des Zweitrunden-Nachholspiels zwischen Wüstenbrand und Reinsdorf-Vielau am 31. Oktober statt. (mit rr)

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