Beim VfL trifft sogar der Torwart

Hohenstein-Ernstthal hat das Viertelfinalspiel um die deutsche Futsal-Meisterschaft gegen St. Pauli am Samstag klar mit 6:0 für sich entschieden. Der Gegner hat sich trotzdem noch nicht aufgegeben.

Hohenstein-Ernstthal.

Das Futsal-Team des VfL Hohenstein-Ernstthal steht mit einem Bein im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft. Am Samstag gelang vor 500 Zuschauern im Hot-Sportzentrum ein 6:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli. Nach der 1:0-Führung durch Nationalspieler Christopher Wittig (4.) überraschten die Gäste taktisch und spielten fortan mit fliegendem Torhüter. Das brachte zwar klare Vorteile beim Ballbesitz, doch Chancen erspielten die Hamburger nur selten. "Wir haben das in der Defensive hervorragend gemacht", sagt VfL-Torhüter Marco Pohl zur disziplinierten Vorstellung seiner Vorderleute.

Nach einem harmlosen Schuss von St. Pauli in der 9. Minute schaltete Pohl schnell und schoss den Ball über das gesamte Spielfeld zum 2:0 in den gegnerischen Kasten. Der Tscheche Michal Salak (17.) mit all seiner Cleverness nach einem langen Abwurf von Marco Pohl sowie sein Landsmann Ondrej Mica (19.) nach Kontervorlage von Christopher Wittig sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse.

Nach dem Seitenwechsel gab es einige hitzige Zweikämpfe, doch gegen das robuste Auftreten von St. Pauli hatten die Hohenstein-Ernstthaler die richtigen Antworten. Mit sehenswerten Spielzügen, die von Christopher Wittig (31., 32.) zweimal konsequent abgeschlossen wurden, erhöhten die Karl-May-Städter auf 6:0 und zeigten auch danach keinerlei Konzentrationsschwächen.

"Wir waren gut vorbereitet und wussten, was auf uns zukommt", sagt Jurij Jeremejev nach der Partie. Der Litauer, der 2017 schon einmal für den VfL gespielt hatte, fungierte diesmal als Trainer und war mit der Leistung des Teams sehr zufrieden. Damit sind die Voraussetzungen für das Rückspiel gut, aber beim Futsal könne trotzdem alles passieren. Das sieht Patrick Ernst-Bunzemeier, Trainer von St. Pauli, ähnlich: "Wir werden alles versuchen. Die Niederlage hier ist drei Tore zu hoch ausgefallen, da haben wir mitgeholfen", sagte er und lobte die hervorragenden Bedingungen beim VfL, mit dem man sich in der Futsal-Abteilung von St. Pauli in Sachen Professionalität noch nicht vergleichen können.

Sogar eine Liveübertragung der Partie im Internet gab es. Da der geplante Kommentator ausfiel, sprang Vereinschef Heiko Fröhlich ein und kommentierte erstmals ein Livespiel, in dem aufgrund der Ballbesitz orientieren Spielweise der Gäste aber spektakuläre Szenen eher rar waren. Wenn es mit dem Halbfinale klappt, spielt der VfL 05 am 18. Mai erneut ab 18 Uhr im Hinspiel vor heimischer Kulisse gegen den Sieger der Paarung HSV Hamburg Panthers gegen Futsal Panthers Köln. Das Hinspiel gewann Hamburg 10:6.

In den weiteren Viertelfinals gab es ein 3:3 von Liria Berlin gegen Bielfeld-Sennestadt sowie ein 12:5 von Stuttgart-Weilimdorf gegen die Futsal Warrios Saar.

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