Bereit für den Sprung nach oben

Die Fußballer der SpVgg Reinsdorf-Vielau führen mit elf Punkten Vorsprung die Tabelle der Westsachsenliga an. Bei einem erneuten Gewinn des Kreismeistertitels würde der Verein den Aufstieg diesmal in Angriff nehmen.

Zwickau.

Einen zweiten Aufstiegsverzicht wird es nicht geben: Nach einer überragenden Hinrunde der SpVgg Reinsdorf-Vielau in der Fußball-Westsachsenliga mit 37 von 39 möglichen Punkten hat sich der Vorstand des Kreismeisters von 2019 dazu bekannt, im Falle eines erneuten Titelgewinns diesmal den Sprung in die Landesklasse zu wagen. "Die Jungs haben geliefert, jetzt müssen wir das als Verein auch", sagte der Vereinsvorsitzende Michael Krause auf Anfrage der "Freien Presse".

Dass der Titelverteidiger mit elf Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten TSV Crossen in die Winterpause ging, kam selbst für die Verantwortlichen der SpVgg überraschend. "Das war so nicht zu erwarten, macht uns aber natürlich umso glücklicher", sagt Michael Krause. Als Ziel hatten die Reinsdorfer und Vielauer vor der Saison einen einstelligen Tabellenplatz ausgegeben. Das machte den einen oder anderen Anhänger stutzig. "Man muss wissen, dass wir eine der ältesten Mannschaften der Liga haben. Das betrifft sowohl unsere Erste als auch die Zweite. Da lässt sich die sportliche Entwicklung nur schlecht voraussagen", so Krause.

Doch es scheint noch besser zu laufen als im Vorjahr, nicht zuletzt dank Torjäger Carsten Pfoh. In der vergangenen Saison kam der 35-Jährige, der erst im Winter zur Mannschaft stieß, auf sieben Ligatreffer in der Rückrunde. In dieser Saison steht er nach Ablauf der ersten Halbserie bei 19 Toren und fünf Vorlagen. Somit war Pfoh an mehr als der Hälfte aller Tore der Reinsdorfer beteiligt. "Carsten hat eine unheimlich hohe Qualität und ist extrem wichtig für unser Team", so Krause.

Die Dominanz der SpVgg Reinsdorf-Vielau, die in der Liga nur bei Motor Thurm (1:1) nicht gewinnen konnte, war für die Verantwortlichen im Verein der Anlass, sich bereits in der Winterpause mit dem Thema Aufstieg zu beschäftigen. In der vergangenen Saison hatte der Verein darauf verzichtet. "Das hatte damals vor allem infrastrukturelle Gründe. Zwar haben wir mit dem Waldstadion eine der schönsten Anlagen der Liga, dennoch ist sie für den Winter ziemlich ungeeignet. Dazu kam, dass wir nicht wussten, in welcher Mannschaftskonstellation wir in die Vorbereitung gehen würden", so Krause.

Doch diese Saison stehen die Vorzeichen ein wenig anders. "In der Infrastruktur tut sich was: Zusammen mit Friedrichsgrün gibt es Planungen, einen beleuchteten Kunstrasenplatz zu installieren. Das wäre ein großer Schritt nach vorne", so der Vorsitzende. Da auch die sportliche Entwicklung stimmt, bestätigt er: "Wir werden - vorausgesetzt wir schaffen es sportlich - auf jeden Fall den Aufstieg wagen". In die Rückrunde startet die Mannschaft unverändert. Vor dem ersten Punktspiel im März gegen Mülsen St. Niclas sind Testspiele am 1. März zu Hause gegen den Oelsnitzer FC und eine Woche später gegen den TSV Langhennersdorf geplant.

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