BSV-Trainer hadert mit Torausbeute

2. Handball-Bundesliga: Zwickau verliert in Lintfort

Zwickau.

Auch im dritten Anlauf gab es für die Zweitliga-Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau beim TuS Lintfort nichts zu holen. Die Mannschaft zog am ersten Spieltag der neuen Saison am Samstagabend nach einem verrückten Spiel 25:27 (10:14) den Kürzeren. Dass es damit nach dem 26:31 in der Saison 2016/17 und dem 22:25 im Vorjahr die bisher knappste Niederlage am Niederrhein war, konnte im Zwickauer Lager keinen trösten. Denn zum einen hatte der BSV nach dem Pokalsieg vorige Woche beim Zweitliga-Rivalen Berlin die 500 Kilometer lange Fahrt mit reichlich Selbstvertrauen angetreten. Vor allem aber deutete zu Beginn nichts auf eine Niederlage hin.

Denn Zwickau war sofort im Spiel und schoss bis zur 12. Minute über die Stationen 3:1 und 5:2 einen 7:4-Vorsprung heraus. Umso überraschender kam der Bruch im Spiel: Plötzlich lief beim BSV in der Abwehr und im Angriff nichts mehr, sodass nach 19 Minuten eine 10:7-Führung für die Gastgeberinnen von der Anzeigetafel leuchtete. Erst nach einer Auszeit fingen sich die Zwickauerinnen wieder, taten sich in der Folge aber schwer, im Spiel zu bleiben. Als die Gastgeberinnen nach 38 Minuten auf 18:12 davonzogen, schien das vor 400 Zuschauern die Vorentscheidung zu sein. Und spätestens als die Zwickauerinnen in der Schlussphase zwei Siebenmeter nacheinander verschossen, war auch die Hoffnung der daheim vorm Liveticker mitfiebernden Fans auf einen Punktgewinn dahin.

Doch trotz des 21:26-Rückstandes in der 56. Minute wurde es noch einmal spannend. Zwickau kam mit vier Toren innerhalb von nicht einmal drei Minuten bis auf ein Tor heran, ehe Lintfort die Aufholjagd mit dem Siegtreffer 17 Sekunden vor Schluss beendete. Der Zwickauer Trainer Norman Rentsch haderte vor allem mit der Trefferquote. Seine Mannschaft hatte drei Siebenmeter und fünf weitere freie Würfe nicht im Tor untergebracht. "Wir werden in dieser Saison auf sehr viele Gegner treffen, die auf dem gleichen Niveau wie Lintfort spielen. Da musst du die Chancen einfach konsequenter nutzen, weil Kleinigkeiten den Ausschlag geben." Beste Torschützinnen bei Zwickau waren Katarina Pavlovic (9 Treffer) und Susanna Stojkovska (5). (tyg)

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