Eispiraten: Abwehr ist dezimiert

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau kann am Wochenende das Ticket für die Endrunde lösen. Die Vorbereitung gestaltet sich aber schwierig.

Crimmitschau.

Die Defensive des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau kriecht auf dem Zahnfleisch. Trainer Daniel Naud hat am heutigen Freitag (ab 19.30 Uhr) auswärts in Bad Nauheim und am Sonntag (ab 17 Uhr) gegen Bayreuth wahrscheinlich nur fünf Verteidiger zur Verfügung. Carl Hudson fällt mit einer Adduktorenverletzung für drei bis vier Wochen aus. Felix Thomas klagt über Rückenprobleme. Ole Olleff hat am Donnerstagvormittag das Training nach einer Viertelstunde abgebrochen. "Mit einer Verletzung am Unterkörper", hielt sich Daniel Naud bedeckt. Er schätzt ein, dass die Westsachsen auch kurzfristig mit einem Abwehr-Quintett über die Runden kommen. "Das ging gegen Kaufbeuren nach dem Ausfall von Carl Hudson auch, kann aber keine Dauerlösung sein. Notfalls muss Dominic Walsh vom Sturm in die Abwehr rücken", sagt Naud, der zwischen den Pfosten das Wechselspiel fortsetzt: In Bad Nauheim hält Brett Kilar, gegen Bayreuth steht Sebastian Albrecht im Tor. In der Offensive stehen drei Sturmreihen zur Verfügung. Die Entscheidung, ob Christoph Kabitzky, der eine Verletzung an der Hand hat, zurückkehrt, fällt erst kurzfristig.

Die Übungseinheit am Donnerstagvormittag stand nicht nur wegen der Olleff-Verletzung unter einem ungünstigen Stern. Mitarbeiter des Baubetriebshofes waren rund um das Kunsteisstadion im Sahnpark mit Kettensägen im Einsatz. "Dadurch waren meine Anweisungen auf dem Eis kaum zu verstehen", sagte Daniel Naud vor den richtungsweisenden Partien. Seine Mannschaft rangiert auf dem zehnten Platz. Sie hat einen Vorsprung von fünf Zählern auf die Play-down-Ränge. Wenn die Westsachsen heute mindestens zwei Zähler holen und am Sonntag einen Heimsieg einfahren, können sie schon vorzeitig den Klassenerhalt und den Einzug in die Pre-Play-offs feiern. Die Crimmitschauer gehen mit einer unterschiedlichen Ausgangsposition in die Spiele: Sie fahren als Außenseiter nach Hessen. Der EC Bad Nauheim, der auf dem vierten Platz steht, ist die heimstärkste Mannschaft der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2). Sie holte im heimischen Colonel-Knight-Stadion immerhin 53 von 72 möglichen Punkten. Am Sonntag kommen die Tigers Bayreuth, die auf dem elften Platz stehen, in das Kunsteisstadion im Sahnpark. Zum Derby wird aufgrund der Tabellenkonstellation mit einem großen Besucherinteresse gerechnet. "Wir gehen davon aus, dass die Marke von 3000 Zuschauern geknackt wird", sagt Eispiraten-Pressesprecher Aaron Frieß.


Die nächste Saison im Blick

Zehn Mannschaften aus der Ober- liga hatten bis zum 15. Februar die Anträge für das Lizenzprüfungsverfahren in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) eingereicht. Darüber hat Geschäftsführer René Rudorisch informiert. Die Verantwortlichen der Teams mussten eine Bürgschaft von jeweils 25.000 Euro hinterlegen. Zudem bewerben sich alle 14 Teams, die bereits in der DEL 2 spielen, auch für die nächste Saison um die Lizenz. Der einzige Zweitligist, der mit dem Sprung in die DEL liebäugelt, sind die Löwen Frankfurt. Sie gaben eine Bewerbung für die Aufnahme in der Eliteliga ab. (hof)

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